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Prozess De Pauw: Der Angeklagte entschuldigte sich bei den belästigten Frauen, doch diese akzeptieren das nicht

Im Prozess gegen die flämische TV- und Medienpersönlichkeit Bart De Pauw (Foto) am Gericht von Mechelen (Prov. Antwerpen), bei dem 13 Frauen dem Angeklagten sexuelle Belästigung und Stalking vorwerfen, ist am späten Donnerstagnachmittag der zweite Verhandlungstag mit den Plädoyers zu Ende gegangen. Die Verteidigung von Bart De Pauw forderte dabei einen Freispruch für ihren Mandanten.

De Pauws Anwälte gaben in ihrem Plädoyer an, ihr Mandant hate die Integrität und die Ruhe der Frauen zu keiner Zeit ernsthaft gestört und die Vorwürfe der sexuellen Belästigung oder von Stalking seien juristisch nicht bewiesen. Am Ende dieses zweiten Verhandlungstages richtete Bart De Pauw Worte der Entschuldigung an die ihn anklagenden Frauen, doch diese nahmen diese Entschuldigung nicht an. 

De Pauw sagte: „Ich möchte den Damen, die ich zum ersten Mal seit so vielen Jahren wiedersehe und meiner Frau und meinen Kindern, die es sehr schwer gehabt haben, meine Entschuldigung anbieten. Ich habe niemals jemandem wehtun wollen. Wenn sich ergibt, dass ich das getan habe, dann war das nicht mit Absicht. Ich bin ungestüm gewesen. Aber das ist Bart, man muss sich nicht bedroht fühlen. Ich will nicht wie ein Dreckschwein herüberkommen. Ich will, dass die Leute mich für einen feinen Kerl halten. Es kommt jämmerlich herüber, wenn ich all diese Berichte lese. Das ist beschämend.“

Doch die Frauen nehmen diese Entschuldigung nicht an. Christine Mussche (Foto unten), die Anwältin von 9 der 13 klagenden Frauen, sagte dazu: „Es ist zwei Trage lang intensiv plädiert worden, dies aber sehr kontrovers. Zu Beginn des Prozesses standen sich Bart De Pauw und die Frauen diametral gegenüber. Die Entschuldigungen erfolgten nicht aufrichtig.“ Das Urteil in diesem Fall wird für den 25. November erwartet. 

Anwältin Christine Mussche vertritt 9 der 13 Frauen, die Bart De Pauw verklagt haben

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