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Niederländischer Mordfall: Belgischer Verdächtiger gerät während Prozess ins Visier der Justiz

Bei der Suche nach einem Mörder hat es eine bemerkenswerte und eher überraschende Neuentwicklung gegeben. Plötzlich ist während eines niederländischen Berufungsverfahrens in einem Mordprozess ein bisher nicht bekannter belgischer Verdächtigen aufgetaucht, nachdem jemand während der Verhandlung seinen Namen rief.

In dem Fall geht es um die Ermordung eines 30-jährigen Mannes während einer Verfolgungsjagd im September 2015.  Eine zweite Person im Fahrzeug überlebte den Angriff.  Die Gründe für die Schießerei wurden nie genau geklärt, aber es könnte sich um eine Abrechnung unter Drogendealern gehandelt haben.

Drei Personen wurden kurz nach dem Mord verhaftet, nachdem sie einem Polizeiinformanten ihre Beteiligung verraten hatten.  Einer der Verdächtigen leugnete jede Beteiligung.  Er verdächtigt eine andere Person, weigert sich aber aus Angst vor Repressalien gegen seine Familie, deren Namen zu nennen.  Die drei Verdächtigen wurden zu Haftstrafen zwischen 30 Jahren und lebenslänglich verurteilt.

Die drei Männer legten Berufung gegen ihre Verurteilung ein, aber in dem Moment, als der Staatsanwalt die Bestätigung der 30-jährigen Haftstrafen forderte, rief jemand in Zuschauerraum den Namen eines Belgiers, der bereits vorbestraft ist.  Der Belgier steht in Verbindung mit den drei anderen verurteilten Männern. 

Niederländische Medien berichten, dass er noch nicht verhaftet wurde, dass die Mordermittlung aber wieder aufgenommen wird.  Die Berufungsverhandlung wird nächste Woche fortgesetzt und die Rolle des neuen Verdächtigen wird dann zur Sprache kommen.

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