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Schon wieder ein Skandal: ULB-Studentenverbindung nach nacktem 'Taufritual' suspendiert

Die frankophone Freie Universität Brüssel (ULB) hat die Aktivitäten einer Studentenverbindung ausgesetzt, die eine Studententaufe organisiert hatte, bei der sich die Erstsemester entkleiden mussten. Die Studenten mussten danach verschiedene sexuelle Handlungen nachahmen. Das schreiben die Zeitungen des Medienverlags ‚Sudpresse‘ und das bestätigte die Universität unserer Redaktion VRT NWS.

Die Leitung der Studentenverbindung wurde aufgefordert, sich am Montag vor dem Vize-Rektor der Universität zu erklären; bis dahin sind die Aktivitäten des Vereins ausgesetzt.

Bilder des Initiationsrituals, das auf einer Rasenfläche auf dem ULB-Campus stattfand, wurden in den sozialen Medien weit verbreitet.  Die ULB sagt, dass sie keine Beschwerde erhalten hat, aber dass die Studentenverbindung gegen die zu Beginn des akademischen Jahres unterzeichnete Charta verstoßen hat.  In der Charta wurde festgeschrieben, dass die körperliche und moralische Unversehrtheit der Studenten respektiert werden muss.

Der Studentenverbindung droht ein Verbot aller ihrer Aktivitäten bis zum Ende des akademischen Jahres.

Alle Jahre wieder: Kontroverse wegen ‚Taufritual‘ an den Universitäten

Die Diskussion über die Studententaufen kommt jedes Jahr wieder auf. Ende des vergangenen Monats wurde ein Student in der wallonisch-brabantischen Studentenstadt Louvain-la-Neuve bei einer Studententaufe schwer verletzt. In Leuven wurde vergangene Woche beschlossen, dass Studentenverbindung keine ‚Erstsemsterverkäufe‘ mehr organisieren werden.

Ende September hat auch der Prozess wegen des Todes von Sanda Dia begonnen. Der Student  der KU Leuven starb 2018 nach einem extremen Taufritual des Studentenverbindung Reuzegom.

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