Corona-Zahlen steigen: "Noch keine zusätzlichen Maßnahmen", so Gesundheitsminister Vandenbroucke

Obwohl die Zahl der Corona-Infektionen wieder zunimmt, stehen zusätzliche Maßnahmen noch nicht auf der Tagesordnung. "Die Situation ist besorgniserregend, und wir müssen die bestehenden Maßnahmen konsequent fortsetzen". Das sagte Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit, flämische Sozialdemokraten, Foto) gestern im französischsprachigen Fernsehsender RTL-TVI. Er rief zu großer Wachsamkeit auf.

Die Zahl der Infektionen hat in den letzten Tagen wieder zugenommen. Nach den jüngsten Zahlen (Samstag, 16. Oktober) gab es zwischen dem 6. und 12. Oktober durchschnittlich 2.438 bestätigte Infektionen pro Tag. Ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber der Vorwoche. Auch die Zahl der Krankenhausaufenthalte und Todesfälle nimmt zu. Laut Vandenbroucke sind die Zahlen zwar alarmierend, aber vorerst sind keine neuen Maßnahmen erforderlich. Die bestehenden Maßnahmen müssen strikt eingehalten werden", sagte er gestern in der Sencung "C'est pas tous les jours dimanche" auf RTL-TVI.

Er forderte unter anderem eine strenge Kontrolle des Covid Safe Ticket. "Es ist ein Werkzeug für mehr Sicherheit. In gewisser Weise ist sie auch ein Instrument der Freiheit. Das gibt uns mehr Freiheit in Restaurants, Cafés...", sagte Vandenbroucke. "Die wallonische und die Brüsseler Regierung haben gut daran getan, die Maskenpflicht beizubehalten und die Nutzung des Covid Safe Ticket auszuweiten."

In Flandern wurde die Verwendung des Covid Safe Ticket noch nicht ausgeweitet. "Es ist möglich, an verschiedenen Orten unterschiedliche Maßnahmen zu ergreifen, weil die Situation unterschiedlich ist", sagt Vandenbroucke. "Es besteht eine Korrelation zwischen der Impfquote und der Infektionsquote. In Flandern sind wir weiter, aber ich persönlich bedauere, dass Flandern den Bürgermeistern nicht die Möglichkeit gegeben hat, die Nutzung des Covid Safe Ticket zu erweitern." Zuvor hatten unter anderem die Bürgermeister in der flämischen Randgemeinden um Brüssel dies gefordert.

Vandenbroucke erklärte auch, dass er derzeit nicht für eine dritte Impfung für alle ist. Er rechnet damit, dass bis Anfang November eine Empfehlung für eine mögliche dritte Runde von Impfungen für bestimmte Personen, z. B. für das Gesundheitspersonal, vorliegt.

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