Ehemaliges Bahngelände: Investoren übernehmen das "Arsenaal" in Gentbrügge

Drei Unternehmer aus der Provinz Westflandern haben das „Arenaal“-Gelände in Gentbrügge, einem Ortsteil von Gent in Ostflandern, übernommen, um dort zu investieren. Das Gelände mit seinen umfangreichen Hallen ist etwa 18 Hektar groß und wurde lange Jahre als Ausbesserungswerk der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB genutzt.

Ende des Monats werden die Investoren gemeinsam mit der Stadt Gent darüber beraten, unter welchen Auflagen hier Projekte entstehen sollen. Gent hat in einer entsprechenden Note festgelegt, dass dort auch Sozialwohnungen und bezahlbarer Wohnraum entstehen müssen.

Die belgische Bahn baute das „Arsenaal“ bereits 1926, doch seit vielen Jahren standen die Anlagen und die riesigen Hallen leer und waren dem Verfall preisgegeben. Die Stadt Gent sucht bereits seit Jahren nach einer neuen Bestimmung dieses 18 Hektar großen Geländes. Sie verfasste 2019 gemeinsam mit der Bahn sogar ein Zukunftspapier mit den eigenen Visionen dazu: Sozialwohnungen, bezahlbare Wohnungen, Sport- und Kulturinfrastruktur, nachhaltige wirtschaftliche Projekte. Man darf gespannt sein, was aus den Ideen der Stadt Gent wird, wenn die Investoren einmal am Zuge sind.

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Alexander Dumarey

Gents Bürgermeister Mathias De Clercq (Open VLD) sagte, dass er Ende des Monats mit den neuen Besitzern zusammensitzen wird: „In einer ersten Phase werden wir den neuen Besitzern deutlich machen, was unsere Vision ist. Wir halten es als Stadt für wichtig, dass dem sozialen Wohnungsbau Aufmerksamkeit gewidmet wird. Auch andere Themen, wie z.B. Denkmalschutz und öffentlicher Raum steht in unserem Papier festgeschrieben.“

Die Lage des „Arsenaal“ ist ideal. Das Gelände liegt am Brusselsesteenweg in Gentbrugge in der Nähe der Autobahn E17 und ist sehr gut am öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Das „Arsenaal“ könnte in den Augen der Stadt ein idealer neuer städtischer Knotenpunkt werden. Gent könnte so etwas gebrauchen. Die Stadt bricht aus allen Fugen, die Preise für Immobilien und die Mieten steigen in unerreichte Höhen und viele junge Leute und Familien verlassen ihre angestammte Heimat, weil sie sie sich schlicht und einfach nicht mehr leisten können.

Alexander Dumarey

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