Rund 100 Arbeiter streiken: Spontane Arbeitsniederlegung bei Arcelor Mittal in Gent

Der soziale Frieden am Standort Gent vom internationalen Stahlkonzern Arcelor Mittal wackelt schon länger und am Dienstagmorgen haben rund 100 Arbeiter der Frühschicht ihrem Unmut Kund getan und ihre Arbeit niedergelegt. Sie zeigen damit ihre Ablehnung des Vorschlags zum neuen Tarifabkommen des Konzerns.

Eigentlich hat die Direktion von Arcelor Mittal in Gent noch bis Freitag Zeit, ihre Vorschläge zum neuen kollektiven Tarifabkommen anzupassen, doch darauf haben Teile der Frühschicht am Dienstag nicht gewartet.

Am Montag haben rund 75 % der Arbeitnehmer bei Arcelor Mittel im Genter Hafen das Vorabkommen zwischen Direktion und Gewerkschaften abgelehnt und es wurde eine Streikankündigung hinterlegt, die von allen beteiligten Gewerkschafen - ACV-CSC Metea, ABVV Metaal und ACLVB - unterstützt wird. Jetzt hat die Direktion bis Freitag die Zeit, ihre Vorschläge anzupassen und neu vorzulegen.

Doch am Morgen legten rund 100 Arbeiter der Kaltwalzabteilung ihre Arbeit spontan nieder und zogen vor das Verwaltungsgebäude des Konzerns (Foto oben). Dort wurden die von Gewerkschaftsvertretern erwartet, die ihnen die laufende Vorgehensweise erklärten.

Arcelor Mittel hatte im Rahmen des Tarifabkommens auch festgeschrieben, rund 1,1 Mia. € in den Standort Gent zu investieren, auch um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Hinzu kommen das Angebot einer Lohnerhöhung um 0,4 % zusätzlich zum Index, Zusagen zur Anwerbung von weiterem Personal, zu Aufstiegsmöglichkeiten und dem Laufbahnende sowie zur Mobilität der Arbeitnehmer. 

James Arthur Photography
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