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In Lebensgefahr: Belgischer Manchester City-Fan an Autobahn-Raststätte angegriffen

Ein 63 Jahre alter Manchester City-Fan aus Ninove in Ostflandern ist nach dem Champions League-Spiel gegen Club Brügge am Dienstagabend am Autobahn-Rastplatz Drongen bei Gent (Foto) von Club Brügge-Anhängern angegriffen und schwer verletzt worden. Der Mann befindet sich in Lebensgefahr. Die Polizei hat inzwischen 5 Verdächtige festgenommen.

Der ManCity-Fan wurde angegriffen, als er sich in der Raststätte etwas zum Essen kaufen wollte. Dort zogen ihm Club Brügge-Fans den Schal in den Farben seines Vereins ab. Der Mann lief den Tätern hinterher, um seinen Schal zurückzubekommen. Dabei wurde ihm ein heftiger Schlag auf den Hinterkopf versetzt. Der Mann ging zu Boden und die Schläger suchten das Weite.

Glücklicherweise hatten auch andere Brügge-Anhänger den Vorfall beobachten und sich dazu bereiterklärt, bei der Polizei eine Zeugenaussage zu machen. Auch aufgrund dieser Angaben konnten 5 Verdächtige ausfindig gemacht und festgenommen werden.

Das Opfer ist der Vizepräsident des belgischen Manchester City-Fanclubs. Dessen Sohn rief nach dem Vorfall alle Fußballfans dazu auf, mehr Respekt zu zeigen: „Während eines Spiels darf man sich necken und beschimpfen, doch danach einen anderen Fan angreifen, sowas tut man nicht. Zeigt doch bitte etwas Respekt.“

Club Brügge als Verein reagierte nach Bekanntwerden dieses Vorfalls voller Abscheu und zeigte sich schockiert: „Club Brügge verurteilt jedes kriminelle Verhalten aufs schärfste im Stadion und auch außerhalb des Stadions und stellt Toleranz vornean. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des Manchester City-Fans.“ Brügge hatte das Spiel mit 1:5 verloren. 

Manchester City reagierte am Mittwoch ebenfalls mit einem deutlichen Statement auf der eigenen Webseite. 

Am Nachmittag gab die Pro League, der Dachverband der professionellen belgischen Fußballvereine, bekannt, dass es trotz einiger auffälliger Fälle in letzter Zeit nicht zu einer Zunahme der Gewalt in belgischen Fußball gekommen sei. 

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