Wie ein Spielzeugladen eine Regelung der belgischen Post ad absurdum führt

Der Spielzeugladen „Kiki Toys“ in Sint-Antonius-Zoersel in der Provinz Antwerpen hat sich etwas kreatives einfallen lassen, um eine absurde Regelung der belgischen Post, Bpost, zu umgehen. Sie legt ihren Paketlieferungen Steine bei, um der Postgebühr für „zu leichte Pakete“ zu entgehen. Bpost will aber weiter „keine Luft mehr transportieren“, auch aus Umweltgründen.

Pascale Schupp (Foto) von „Kiki Toys“ musste bereits mehrmals Strafgebühren an Bpost zahlen, weil ihre Sendungen zu leicht waren. Aber, sie fand eine kreative Lösung, um diese Mehrkosten zu umgehen. Sie fügt den Paketen, mit denen sie online bestellte Spielwaren, die sehr oft seht leicht sind, ganz einfach bunt ausgestaltete Steine bei. Damit sind diese Pakete „postgerecht“ schwer genug für den Versand.

„Wir fügen bunt bemalte Steine hinzu und wollen so dafür sorgen, dass sich auch Kinder und Eltern kreative Gedanken machen, um einfache Lösungen zu finden. Wir verschicken mehr als 1.000 Päckchen und Pakete pro Jahr und dann sind die Strafgebühren von 25 Eurocent viel zu viel“, so Pascale Schupp.

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Die Post bleibt bei ihrer Strafgebühr

Bpost hingegen will an der Strafgebühr für zu leichte Postpakete festhalten, denn zu große Pakete mit relativ wenig Gewicht sorgen für zu volle Lieferwagen, die zudem zu oft unterwegs sein müssen.

Bpost-Sprecherin Veerle Van Mierlo sagte dazu: „Wir möchten uns dagegen wehren, zu oft und zu viel Luft zu transportieren. Je größer die Kiste, je mehr Raum beansprucht sie in unseren Lieferfahrzeugen. Wir wollen, dass die Sendungen nur noch so groß wie ihr Inhalt sind, nicht zuletzt auch aus Umweltschutzgründen.“ 

Zu viel Luft im Postauto?

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