Nicht geimpfte Bewerber bei der ZNA-Krankenhausgruppe in Antwerpen nicht mehr willkommen

Die Antwerpener Krankenhausgruppe ZNA stellt nur neue Mitarbeiter ein, die vollständig gegen Corona geimpft sind. Die Verordnung gilt für alle Arbeitsplätze im Krankenhausnetzwerk, nicht nur für das Pflegepersonal. Ein Gesetz, das eine Corona-Impfung für das Pflegepersonal vorschreibt, ist in Vorbereitung, aber die Antwerpener Krankenhausgruppe will nicht darauf warten, sagt die Antwerpener Stadträtin für Gesundheitswesen und ZNA-Vorsitzende Els van Doesburg (N-VA, flämische Nationalisten). 

Die Maßnahme - die natürlich nicht für diejenigen gilt, die bereits für die Krankenhausgruppe arbeiten - ist bereits seit letztem Monat in Kraft. "Und soweit ich weiß, haben wir noch niemanden abweisen müssen", so Van Doesburg. "Wir haben bei der ZNA ohnehin schon eine hohe Impfrate von 95 Prozent. Wir möchten diese schöne Zahl nicht durch die Beschäftigung von ungeimpften Personen nach unten drücken“.

Die Rechtmäßigkeit der Maßnahme ist umstritten, da es (noch) kein Gesetz gibt, das die Impfung für Mitarbeiter im Gesundheitswesen vorschreibt. Die Vorsitzende der Antwerpener Krankenhausgruppe wendet sich daher ausdrücklich an den Bundesgesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit, flämische Sozialdemokraten), um schnell den notwendigen rechtlichen Rahmen zu schaffen.

"In einem Krankenhaus hat man es mit sehr gefährdeten Menschen zu tun. Wir müssen diese Menschen und unser Personal schützen", argumentiert Van Doesburg. "Wenn Sie sich in einem Krankenhaus bewerben und im Gesundheitswesen arbeiten wollen, sind Sie dazu nicht geeig, wenn Sie nicht geimpft sind."

In der ZNA-Krankenhausgruppe wird verlangt, dass jeder, der sich um eine Stelle bewirbt, gegen Corona geimpft ist, auch Personen, die nicht unmittelbar mit Patienten in Kontakt kommen. "In einem Krankenhaus arbeitet man in einer Kette. Es ist nicht so, dass das Pflegepersonal nie mit der Verwaltung in Kontakt kommt", lautet die Erklärung hierfür.

Die Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen ist in Vorbereitung. Wenn es nach Minister Vandenbroucke ginge, tritt das entsprechende Gesetz noch vor Weihnachten in Kraft.

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