Flandern: Bald muss der Coronapass bei Besuchen in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen vorgezeigt werden

Die flämische Landesregierung wird den Coronapass bei Besuchen in Krankenhäusern sowie in Senioren- und Pflegewohnheimen vorschreiben. Dies sagte Landesgesundheitsminister Wouter Beke (CD&V - Foto) am Sonntag in der VRT-Sendung „De zevende dag“ („Der siebte Tag“). Diese Verpflichtung soll nur für Besucher gelten und nicht für das Personal dieser Einrichtungen: „Ich sehe, dass wir dort mit steigenden Zahlen und mit Ausbrüchen zu tun haben.“

Dieser Coronapass wird allerdings nicht von der Landesregierung zwangsverpflichtet. Das vom Landesparlament noch zu beschließende Dekret betrifft die Möglichkeit für die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, selbst zu bestimmen, ob die ein CST einführen. 

„Ich werde das Covid Safe Ticket für die Pflegewohnheime einführen. Ich sehen dass wir dort mit steigenden Zahlen und mit Ausbrüchen zu tun haben. (…) Das ist eine Sache für die Besucher. Für das Personal müssen wir eher in Richtung einer verpflichteten Impfung schauen, doch da ist die belgische Bundesebene mit beschäftigt“, sagte Flanderns Gesundheitsminister Wouter Beke in „De zevende dag“ am Sonntagvormittag.

„Wir haben einen dekretalen Rahmen. Wir haben einige Empfehlungen der Privacy-Kommission nötig gehabt. Das Dekret liegt jetzt im flämischen Parlament und am Mittwoch wird normalerweise dort abgestimmt“, so Beke weiter.

Ab welchem Moment ein Coronapass bei einem Besuch in einem Pflegeheim in Flandern vorgelegt werden muss, ist vorläufig noch nicht deutlich. Nach einer möglichen Abstimmung im flämischen Landesparlament Mitte der Woche muss der entsprechende Gesetzestext noch veröffentlicht und verankert werden. 

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