Wommelgem bei Antwerpen: Ein Viertel der 6 bis 12-jährigen Schulkinder mit Corona infiziert

Die Ortschaft Wommelgem bei Antwerpen ergreift strengere Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus, nach dem sich bei Tests bei den 6 bis 12-Jährigen ein Viertel der Kinder als mit Covid-19 infiziert erwiesen. Der Biostatistiker Geert Molenbergs rät dazu, in den Schulen wieder Mundschutzmasken zu tragen.

Am vergangenen Wochenende wurden in Wommelgem alle Schulkinder zwischen 6 und 12 Jahren auf Corona getestet und daraus erwies sich, dass rund 100 von 390 dieser Kinder mit Covid-19 infiziert sind. Letzte Woche musste bereits eine Schule geschlossen werden und jetzt muss eine zweite Schule die Türen schließen. In Wommelgem haben sich viele Kinder und Jugendliche mit Corona angesteckt und deshalb will die Gemeinde jetzt zusätzliche Maßnahmen gegen das Virus ergreifen.

Nach Ansicht des Biostatistikers Geert Molenbergs von der Antwerpener Universität (UAntwerpen) sollte man im flämischen Unterrichtswesen wieder über strengere Maßnahmen nachdenken: „Wir sehen, dass die Grundschulen mit ein Motor für die Verbreitung des Virus sind, denn die Kinder sind noch nicht geimpft. In den höheren Schulbereichen läuft alles gut, denn hier sind die meisten Kinder und Jugendlichen geimpft und die Impfstoffe wirken, weil die meisten jungen Leute ein gutes Immunsystem haben.“

Man müsse das Problem also in den Kitas, Kindergärten und Grundschulen lösen, so der Biostatistiker, denn dort stelle es sich: „Wir sollten darüber nachdenken, in den unteren Schulbereichen wieder die Maskenpflicht einzuführen. Zwar werde einige Leute wieder dagegen protestieren und schön ist das auch nicht, aber es ist vielleicht eine einfachere Maßnahme, als Kinder wieder in Quarantäne zu schicken oder als wieder ganze Schulen zu schließen.“ Am Mittwoch treffen sich die Schulverbände und das Landesbildungsministerium, um das Problem zu erörtern.

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