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Anhörung: Das Chemieunternehmen 3M muss einmal mehr Rede und Antwort zum PFOS-Skandal stehen

Das US-Chemieunternehmen 3M muss nach dem PFOS-Skandal und nach dem Verklappen von umweltschädlichen Abwässern in die Schelde im Rahmen einer Anhörung bei der flämischen Umweltinspektion Rede und Antwort stehen. Das Unternehmen steht mehr denn je in der Kritik, seit diese Woche bekannt wurde, dass zahlreiche Menschen, die rund um das Werk in Zwijndrecht bei Antwerpen leben, zu viel Schadstoffe bzw. PFOS im Blut haben.

Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) hat diese Anhörung anberaumt, nach dem die erhöhten PFOS-Blutwerke bei Anwohnern in den Gemeinden Zwijndrecht und Beveren in dieser Woche bekannt wurden.

Sollte sich herausstellen, dass 3M mit seinen Schadstoffen aus der Kunststoffproduktion die Gesundheit der Anrainer gefährdet, muss das Werk bzw. ein Teil der Produktion heruntergefahren oder beendet werden, so Demir gegenüber VRT NWS am Donnerstag:

„Wenn uns die Antworten (von 3M (Red.)) nicht reichen, denke ich, dass deutlich ist, dass verschiedene Produktionsprozesse geschlossen werden müssen. Ich ziehe das absolut durch, denn die Geduld ist zu Ende.“

Jeder und alle betroffenen Behörden in Flandern wollen von 3M deutliche Erklärungen und diese seien bei dem Chemieunternehmen auch angefragt worden, so Demir weiter: 

„Ich glaube, es ist normal, dass sie uns sagen, was sie in die Luft ausstoßen. Was sie ins Wasser ablassen, haben wir selbst herausgefunden. Sie haben die Info und ich denke, dass es einfach ist, um unsere Fragen zu beantworten.“

Inzwischen fordert das flämische Landesparlament umfassende und weitgehende Blutuntersuchungen bei der Bevölkerung auch in der weiteren Umgebung um das Werk des US-Chemiekonzerns 3M in Zwijndrecht bei Antwerpen. 

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