Willem Himpe ist einer der Genter Unternehmer, die dieses neue Konzept entwickelt haben.

Der Verstorbenen mit einem QR-Code gedenken und "Erinnerungen wieder lebendig werden lassen"

Die Genter Unternehmer Willem Himpe (Foto) und Willem Lannoye haben eine neue Art des Gedenkens an die Verstorbenen entwickelt, indem sie einen QR-Code auf Urnen oder Grabsteinen anbringen. Personen, die den Code scannen, können dann Erinnerungen und Fotos des Verstorbenen ansehen. "Wir wollten mehr als nur den Namen und die Geburts- und Sterbedaten", erklären die Unternehmer ihr neues Konzept.

Menschen können nun einer verstorbenen Person gedenken, indem sie einen QR-Code auf dem Grab oder der Urne eines geliebten Menschen anbringen. Durch Scannen des Codes können die Familienmitglieder die Lebensgeschichte des Verstorbenen abrufen. Verwandte oder Freunde, die den QR-Code scannen, haben außerdem die Möglichkeit, ihre eigenen Erinnerungen hinzuzufügen.

"Wir wollen den Menschen auf dem Friedhof die Möglichkeit geben, die Persönlichkeit ihrer Angehörigen wieder zu erleben oder zu entdecken", erklären die beiden Genter Unternehmer.

Piet Vandenbogaerde war von dem Projekt angetan und ließ einen QR-Code auf dem Grab seiner Mutter anbringen. "Der Code ist bereits von Tanten und Onkeln gescannt worden", sagt er. "Sie haben bereits Dinge hinzugefügt, von denen wir nichts wussten. Es ist schön, auf diese Weise neue Dinge über unsere Mutter zu erfahren", fügt er hinzu.

Piet Vandenbogaerde kann jetzt Fotos von seiner Mutter sehen, die er nie zuvor gesehen hatte. "Einige Cousins und Cousinen meiner Mutter hatten offenbar noch alte Fotos herumliegen. Und es ist sehr schön, sie zum ersten Mal zu sehen. Dadurch werden Erinnerungen an die Vergangenheit wach", findet er.

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