Der Coyendans Park ist nicht weit von der Bar entfernt, in der die jungen Frauen etwas getrunken haben.

Genter Polizei ermittelt wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung einer betäubten jungen Frau

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Gent haben Ermittlungen wegen der möglichen Vergewaltigung einer jungen Frau aufgenommen. Der Sachverhalt liegt bereits vierzehn Tage zurück.  Dem etwa zwanzig Jahre alten Opfer sollen Drogen ins Getränk geschüttet worden sein, um sie zu betäuben und willenlos zu machen. "Die Ermittlungen haben höchste Priorität", so die Polizei.

Die Freundin des Opfers hat an diesem Wochenende in der flämischen Zeitung "Het Laatste Nieuws" als Zeugin ausgesagt. Darin erzählt sie, wie ihre Freundin am Samstagabend, dem 23. Oktober, plötzlich aus einem Café am Oude Beestenmarkt verschwand, wo sie gemeinsam etwas trinken gegangen waren.

Als sie die junge Frau etwas weiter entfernt im Park von Coyendans (Foto) ohne Schuhe und Hose wieder fand, schien sie vergewaltigt worden zu sein. Das Opfer selbst konnte sich nicht daran erinnern, was mit ihr geschehen war.

Beide Frauen wurden in das Universitätskrankenhaus Gent gebracht, und die Staatsanwaltschaft wurde zum Tatort gerufen. "Wir nehmen das sehr ernst", sagte Liesbet De Pauw von der Genter Polizei. "Wir sind sehr froh, dass das Opfer den Weg in die Beratungsstelle für sexuelle Gewalt gefunden hat. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und haben höchste Priorität. Wir tun alles, um den oder die Täter zu fassen.“

Liesbet De Pauw zufolge ist der Modus Operandi des mutmaßlichen Täters, nämlich das Einfüllen eines Betäubungsmittels in das Getränk des Opfers, "ein eher außergewöhnliches Phänomen in Gent". In Brüssel laufen deswegen schon verschiedene Ermittlungsverfahren und kam es schon zu Kundgebungen wegen Gewalt gegen Frauen.

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