Müssen alle Neuwagen in Flandern ab 2027 elektrisch sein? Regierung berät entsprechenden Vorschlag

Am Mittwoch wird die flämische Landesregierung bei ihrer Kabinettssitzung auch über den Vorschlag diskutieren, ab 2027 nur noch Neuwagen zuzulassen, die elektrisch betrieben werden. Allerdings, so melden die flämischen Tageszeitungen De Standaard, Het Laatste Nieuws und De Morgen in ihren Dienstagsausgaben, zielt die größte Mehrheitspartei in der Landesregierung, die N-VA, in dieser Hinsicht eher auf 2030.

Sicher ist eines: Auch im belgischen Bundesland Flandern sind Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren über kure oder lang Auslaufmodelle. Die Details liegen noch nicht fest, doch der Vorschlag zur Alternative, der aktuell auf dem Verhandlungstisch der Landesregierung liegt, ist drastisch.

Demnach soll es ab 2027 hier nicht mehr möglich sein, einen Neuwagen anzumelden, der mit einem Benzin oder einem Dieselmotor angetrieben wird bzw. der einen Hybrid-Antrieb zwischen Benzin und Batterie hat.

Ob es so oder auch so schnell dazu kommen wird, sei dahingestellt. Diese Vorgehensweise wäre schneller als das Verstreichen der entsprechenden Deadline 2035 der Europäischen Union. Nur Norwegen wäre dann in Europa schneller als Flandern, denn dort soll dieser Schritt bereits 2025 vollzogen werden.

Flanderns Landesverkehrsministerin Lydia Peeters (Open VLD) geht davon aus, dass E-Autos ab 2026 in etwa gleichviel kosten werden, wie andere Fahrzeuge. Damit würde ein Kaufhindernis wegfallen: „Überdies kommen dann auch viele abgeschriebene elektrische Firmenwagen auf den Markt.“ 

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