Wieder besetzen Asylsucher und illegale Einwanderer ohne Papiere eine Kirche

In der Beginenhofkirche von Brüssel drohen mehrere Dutzend Einwanderer ohne Papiere damit, in den Hungerstreik zu treten, wenn sie nicht bald eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Belgien erhalten. Schon im vergangenen Sommer hatten über 100 sogenannte „Papierlose“ mit einem Hungerstreik in dieser Kirche versucht, ein Bleiberecht in Belgien zu erzwingen. 

Einige der Personen, die damals erreicht hatten, dass ihre Anträge auf ein Bleiberecht bearbeitet werden, sind auch jetzt wieder dabei, denn eben diese Anträge sind von den Einwanderungsbehörden nach erneuter Prüfung erneut abgelehnt worden. Belgiens Staatssekretär für Asylfragen, Sammy Mahdi (CD&V), hatte seiner Zeit gesagt, dass jeder Fall einzeln geprüft werden sollte, was auch geschah.

Doch die Betroffenen fühlen sich offenbar „verraten“, weil sie davon ausgingen, jetzt ein Bleiberecht zu erlangen: „Mahdi hält sich nicht an sein Versprechen“, heißt es dazu in der Brüsseler Beginenhofkirche. Am Dienstag sagte der Asyl-Staatssekretär, dass er nichts versprochen habe, außer, dass alle Fälle individuell geprüft werden sollten.

Er wehrt sich entschieden gegen solche Vorwürfe und wiederholte erneut, dass er sich einem Hungerstreik zur Erzwingung eines Bleiberechts durch abgelehnten Asylbewerbern nicht beugen werde: „Es kann nicht sein, dass Betroffene Kirchen besetzen und in Hungerstreik treten, um ein Aufenthaltsrecht zu erzwingen. Das ist schon unsolidarisch mit denen, die einen offiziellen Weg gehen.“  

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