Tod nach Studententaufe: Toxikologische Untersuchung muss Deutlichkeit bringen

Der 19 Jahre alte Student, der am vergangenen Wochenende nach einer Studententaufe in Gedinne in der Provinz Namür gestorben ist, starb nicht durch Unterkühlung, durch einen Sturz oder durch Gewalteinwirkung. Dies gab die Staatsanwaltschaft nach der Autopsie des Leichnams bekannt. Eine toxikologische Untersuchung soll mehr Deutlichkeit bringen. Möglicherweise starb der 19-Jährige an einer Alkoholvergiftung.

Im Rahmen einer Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft über die Resultate der Autopsie von Antonin, dem Studenten, der letztes Wochenende nach einer Studententaufe gemeinsam mit rund 300 weiteren Erstsemester-Studierenden auf einem Bauernhof in Gedinne im Süden der Provinz Namür gestorben war, wurde bekannt, dass die meisten zirkulierenden Gerüchte und Hypothese zu dessen Tod ausgeschlossen werden können.

Vincent Marq, Generalstaatsanwalt von Namür, gab am Mittwoch Genaueres bekannt: „Es ist kein Sturz, der seinen Tod verursacht hat. Es ist auch nicht die Rede von Unterkühlung. Es geht auch nicht um Gewalt. Diese Pisten haben wir also ausschließen können.“

Aber, es handelt sich hier auch nicht um einen natürlichen Tod, do Generalstaatsanwalt Marq weiter: „Wir beschäftigen uns jetzt mit einer toxikologischen Untersuchung. Möglicherweise ist er durch einen übermäßigen Gebrauch von Alkohol gestorben.“

Persönliches Statement

Vincent Marq wurde bei der Pressekonferenz auch persönlich: „Ich bin nicht nur Staatsanwalt, sondern auch Bürger und Vater. Und ich glaube, dass Taufrituale manchmal nützlich sein können, doch ich bin auch der Meinung, dass wenn so etwas in einem Drama endet, man sich die Frage stellen muss, wie man so etwas in Zukunft noch organisiert.“

Inzwischen gehen die Verhöre der zahlreichen bei der Studententaufe anwesenden Studierenden weiter. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Namür wird die toxikologische Untersuchung eine bis zwei Wochen in Anspruch nehmen.

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