Ausbleibende Lohnerhöhung: Belgiens Lokalpolizei will 2 Monate lang Streikaktionen durchführen

Die lokalen Polizeizonen in Belgien haben wegen der sich hinziehenden Tarifverhandlungen und der dadurch ausbleibenden Gehaltserhöhungen eine Streikankündigung eingereicht. Sie wollen im Zeitraum 1. Dezember 2021 bis 31. Januar 2022 jeden Tag irgendwo im Land eine Streik- oder Protestaktion durchführen.

Das bedeutet z.B., dass es zu Dienst nach Vorschrift kommen kann, zu besonders gründlichen Verkehrskontrollen und sogar, wie die Polizeigewerkschaften ankündigen, zur Blockade von neuralgischen Verkehrspunkten, wie Kreuzungen oder Kreisverkehre. Möglich ist auch eine Bußgeld freie Woche.

Die Polizeigewerkschaften ziehen ihre Streikankündigung eventuell zurück und zwar dann, wenn die für den 17. November angekündigte neue Tarif-Verhandlungsrunde konkrete Ansätze bietet. Neben der Bezahlung protestieren die Polizeigewerkschaften aber auch gegen eine neue Rentenregelung und gegen die Sparmaßnahmen bei der Polizei.

Möglicherweise wird es aber auch am kommenden Montag, 15. November, zu allgemeinen Streikaktionen kommen. Dann werden die Bundespolizei und die lokale Polizei vielleicht gemeinsam Protestaktionen durchführen. Dies könnte z.B. einmal mehr die Grenzkontrollen an den Flughäfen betreffen. 

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