Belgiens Hoher Gesundheitsrat empfiehlt zweite Impfung für Personen, die Johnson & Johnson erhalten haben

Der Hohe Gesundheitsrat empfiehlt der belgischen Bundesregierung jenen Landleuten eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus zu geben, die mit dem Vakzin von Janssen/Johnson & Johnson (Foto) geimpft wurden. Diese sollen eine zweite Impfung mit dem Impfstoff von Moderna oder von BioNtech/Pfizer erhalten. Nach Ansicht der Wissenschaftler des Hohen Gesundheitsrats nimmt der Corona-Schutz von der einmaligen J&J-Impfung  zu schnell ab und bietet nach einiger Zeit nur noch wenig Schutz gegen das Virus. 

Der Hohe Gesundheitsrat, der Regierung und Behörden in Belgien auch zum Thema Corona mit Gutachten berät, ist deutlich: Der Janssen-Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur einmal gespritzt wurde, bietet auf Dauer keinen Schutz vor Covid-19 und ein Virus-Durchbruch kann zu ernsthafter Erkrankungen und zu Krankenhausaufenthalten führen.

Der Schutz nehme deutlich schneller ab, als bei den Impfungen mit Moderna oder BioNtech/Pfizer, so der Rat. Inzwischen würden ausreichend wissenschaftliche Beweise vorliegen, die dies bestätigen.

Daher erfolgt die Empfehlung an das belgische Gesundheitsministerium, die rund 400.000 Landsleute unter 65 Jahren, die mit Janssen/Johnson & Johnson gegen Corona geimpft wurden, dazu einzuladen, sich mit einer zweiten Impfung zu schützen. Diese sollen eine zweite Impfung mit dem Impfstoff von Moderna oder von BioNtech/Pfizer erhalten.

Moderna und BioNtech/Pfizer sind die einzigen Impfstoffe, die in Belgien noch verimpft werden

Diese beiden Vakzine sind die einzigen Impfstoffe, die in Belgien noch verimpft werden und nach Ansicht von Fachleuten sind diese Produkte perfekt sicher und schützen zielsicher vor Covid-19. Am Mittwoch treffen sich die Gesundheitsminister aus Bund, Ländern und Regionen in Belgien, wobei das Thema dritte oder Booster-Impfung auf der Tagesordnung steht. Dort wird die Empfehlung des Hohen Gesundheitsrates besprochen und wohl auch umgesetzt.

Möglicherweise werden auch die Landsleute von einer Booster-Impfung profitieren können, die mit dem Impfstoff von AstraZeneca gegen Corona geschützt wurden. Doch derzeit liegen dem Hohen Gesundheitsrat noch keine schlüssigen wissenschaftlichen und medizinischen Beweise vor, dass dies schon jetzt erforderlich ist.

Der Schutz der beiden AstraZeneca-Impfungen nimmt zwar im Laufe der Zeit ebenfalls ab, doch das gilt auch für Impfungen mit Moderna und BioNtech/Pfizer. Deshalb wird der Gesundheitsrat in einigen Wochen darüber kommunizieren, ob eine dritte Impfung bei allen in Belgien verabreichten Impfstoffen empfehlenswert ist. 

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