Auf diesem Gelände in Dilsen-Stokkem soll das RWE-Gaskraftwerk entstehen

RWE geht in Berufung gegen die Ablehnung der Baugenehmigung für ein Gaskraftwerk in Limburg

Der deutsche Energieproduzent RWE geht in Berufung gegen die abgelehnte Bau- und Betriebsgenehmigung für ein Gaskraftwerk in Dilsen-Stokkem in der Provinz Limburg. Flanderns Umweltministerin Zuhal Demir (N-VA) hatte auch hierfür die Genehmigung ablehnt. Die belgische Regierung will übergangsweise im Zuge des Atomausstiegs Gaskraftwerke als Backups für die Energiesicherung einsetzen, doch die flämische Landesregierung hat ein Problem damit (siehe auch nebenstehenden Beitrag).

RWE will am Kanal in Rotem bei Dilsen-Stokkem ein Gaskraftwerk mit einer Kapazität von 900 Megawatt bauen, um damit Strom für rund 1 Million Haushalte zu produzieren. 

Doch Landesumweltministerin Zuhal Demir will dazu keine Genehmigung erteilen, da ein solches Kraftwerk nach den heutigen flämischen Normen zu viel CO² und zu viel Stickstoff ausstoßen würde. 

Auch die Provinz Limburg und zahlreiche Bürger und Anwohner sind gegen den Bau dieser Anlage. 

Jetzt geht RWE gegen die Ablehnung durch Flandern vor und zwar vor dem Rat für Rat für Genehmigungsstreitfälle, ein belgisches Verwaltungsgericht, dass sich mit Streitfragen und Berufungen im Bereich Raumordnung auseinandersetzt.

Laut dem Sprecher von RWE in Belgien, Adriaan Van Der Maarel, könnte ein solches Berufungsverfahren bis zu 20 Monate in Anspruch nehmen. 

Das Gaskraftwerk von Dilsen-Stokkem hätte eine mögliche Stromknappheit auffangen können, wenn in 4 Jahren die letzten 4 Atommeiler in den belgischen Kernkraftwerken abgeschaltet werden. 

RWE will seine dahingehenden Pläne nicht anpassen und wartet auf das Ende der Berufung vor dem Rat für Genehmigungsstreitfälle.

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