Mathias Cormann (Archivfoto)
AAP IMAGE

Die Mindeststeuer für Multinationals spült in Belgien 1 Mia. € in die Staatskasse

Die Einführung der Mindeststeuer für multinationale Konzerne wird Belgien voraussichtlich bis zu 1 Mia. € im Jahr einbringen. Dieser Ansicht ist Mathias Cormann (Foto), der aus dem deutschsprachigen Ostbelgien stammende Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), in einem Exklusiv-Interview mit der frankophonen Wirtschaftszeitung l’Echo in dieser Woche.

Die G20-Staaten hatten sich bei ihrem letzten Gipfel Ende Oktober auf eine Mindeststeuer von 15 % für international aktive Großkonzerne geeinigt. Diese Steuer soll ab 2023 erhoben werden. Ziel ist, weltweit für mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen.

OECD-Generalsekretär Cormann ist zuversichtlich, dass das die Einführung dieser Steuer auch umgesetzt wird. Durch das Bestreben seiner Organisation, so Cormann, hätten inzwischen 137 Staaten ihre Bereitschaft angedeutet, diese Mindeststeuer einzuführen. Unter diesen Ländern seien auch die sogenannten „Steuerparadise“.

Mathias Cormann stammt aus der ostbelgischen Ortschaft Raeren in der Provinz Lüttich. Er ist seit Juni OECD-Generalsekretär. Davor lebte er lange in Australien, wo er mehrere Jahre lang Finanzminister war.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten