Belgische Allfinanzgruppe KBC nach Übernahme einer Bank einer der wichtigsten Akteure in Bulgarien

Die Bank- und Versicherungsgruppe KBC übernimmt für 1 Mia. € die bulgarischen Aktivitäten der österreichischen Raiffeisenbank. Bei einer Fusion dieser Bank mit der UBB, eine weitere bulgarische Bank, die zur KBC-Gruppe gehört, würden die Belgier dort eine der größten Banken in Bulgarien sein.

Bulgarien ist gemeinsam mit Belgien, Tschechien, der Slowakei und Ungarn Kernland der KBC-Aktivitäten in Europa. Die belgische Allfinanzgruppe ist dort seit 2007 aktiv und verstärkte dort ihre Präsenz am Markt 2016 mit der Übernahme der bulgarischen UBB-Bank, die sie seinerzeit für 610 Mio. € in ihre Gruppe integrierte.

Jetzt bezahlt die KBC für rund 1 Mia. € die Raiffeisenbank EAD. Das sind die bulgarischen Aktivitäten der österreichischen Raiffeisenbank. Diese Bank steht in Bulgarien auf dem 6. Platz der Finanzgruppen und arbeitet mit einem Netz aus 122 Filialen im ganzen Land, in den en 2.500 Mitarbeiter rund 635.000 Kunden bedienen. Die KBC-Gruppe will die UBB und die Raiffeisenbank EAD in Bulgarien fusionieren lassen, wodurch eine daraus entstehende neue Bank mit ihren Aktiva einen Marktanteil von 18 % erreichen würde (zum Vergleich: UBB hat heute einen Marktanteil von 10,3 %).

KBC würde damit ihren Fußabdruck in Bulgarien erheblich erhöhen und stünde damit in diesem Land auf dem dritten Rang nach den beiden größten Banken UniCredit Bulbank und DSK Bank, die heute einen Marktanteil von 19,8 bzw. 19,4 % besitzen. Aber, in absoluten Zahlen ausgedrückt sind die bulgarischen Aktivitäten der KBC eher bescheiden. Im 3. Quartal kam von dort ein Nettogewinn von 33 Mio. €. In Belgien verbuchte die Gruppe gleichzeitig einen Nettogewinn von 609 Mio. € und in Tschechien von 209 Mio. €. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten