Weihnachtlich dekorierte Einkaufsstraße in Löwen
Stad Leuven

Der Einzelhandel in Belgien befürchtet Lieferprobleme zum Weihnachtsgeschäft

Drei Viertel aller Einzelhändler in Belgien können ihre Regale und ihre Lager vor Weihnachten nicht so bestücken, wie zuvor. Auch hier liegt der Grund vor, dass die bestellten waren zu spät oder gar nicht erst eintreffen werden. Die Einzelhandelsverbände gehen davon aus, dass diese Liegerengpässe zu Umsatzverlusten von bis zu 25 % und mehr führen werden. 

Der Einzelhandelsverband NSZ stellte in einer Umfrage bei 256 angeschlossenen Geschäftsleuten fest, dass manche Geschäfte sogar um die Hälfte des Umsatzes ihres Weihnachtsgeschäfts bangen. „Die Lieferungen lassen oft auf sich warten und wir stellen dies in so gut wie allen Sektoren fest. Ob es um Freizeitbeschäftigung geht, um Spielzeug und sogar um Möbel: Die Einzelhändler sitzen alle im gleichen Boot“, heißt es dazu beim NSZ.

Und es sieht auch in Belgien so aus, als ob sich dieses Lieferengpassproblem noch länger hinziehen wird, denn 7 von 10 Händlern sprechen von Lieferterminen für ihre Ware, die mindestens 2 Monate Verspätung haben oder die auf unbestimmte Zeit verschoben werden: „Es ist denn auch deutlich, dass der Einzelhandel nur schwerlich Planungssicherheit hat.“

Die Lieferengpässe sind ein weltweites Problem und sind auf verschiedene Gründe zurückzuführen, z.B. auf einen akuten Containermangel, auf erhöhte Rohstoffpreise, auf erhöhte Nachfrage in Asien und auf Rohstoffmängel in bestimmten Bereichen. Das kann Holz sein, aber auch Mikrochips und sogenannte „seltene Erden“, die ebenfalls zur Herstellung von Elektronikbauteilen benötigt werden.

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