Protestierende Polizeigewerkschaftler geben ein Pfeifkonzert zum Te Deum

Die Polizeigewerkschaften beginnen an diesem Montag, 15. November, mit ihren angekündigten Protestaktionen gegen die seit Jahren ausbleibende Einigung zu einem Tarifabschluss zu den Löhnen und Gehältern der Beamten. Der Auftakt fand am Montagvormittag vor der Kathedrale von Brüssel statt. Als sich Mitglieder der Königsfamilie anlässlich des Königstags zum Te Deum begaben, ertönte ein gellendes Pfeifkonzert von rund 100 Polizeigewerkschaftlern.

„Heute ist eine Art Kick-Off und wir werden sichtbar sein“, so Carlo Medo, der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft NSPV vor der Brüsseler Kathedrale. Die Polizistinnen und Polizisten protestieren mit zahlreichen Aktionen bis Ende Januar 2022 gegen ausbleibende Lohn- und Gehaltserhöhungen, gegen das Ausbleiben einer vernünftigen Regelung zum Laufbahnende bzw. zur Rente und nicht zuletzt auch gegen die Unterfinanzierung der Polizei.

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)

Laden Video-Player ...

Am Montagmorgen gab es vor dem Te Deum zum Tag des Königs ein gellendes Pfeifkonzert mit unüberhörbarem Buhrufen und lauten Polizeisirenen. Die rund 100 Polizeigewerkschaftler wehten zudem mit ihren Gewerkschaftsflaggen.

In den kommenden Tagen wird es zu Dienst nach Vorschrift kommen, zu besonders gründlichen Verkehrskontrollen und sogar, wie die Polizeigewerkschaften ankündigen, zur Blockade von neuralgischen Verkehrspunkten, wie Kreuzungen oder Kreisverkehre. Möglich ist auch eine Bußgeld freie Woche und Aktionen an Flughäfen und Bahnhöfen.

Die Polizeigewerkschaften ziehen ihre Streikankündigung eventuell zurück und zwar dann, wenn die für den 17. November angekündigte neue Tarif-Verhandlungsrunde konkrete Ansätze bietet.

Laden Video-Player ...
Laden Video-Player ...

Meist gelesen auf VRT Nachrichten