In Oudsbergen in Limburg ist wieder ein Wolf überfahren worden

Am frühen Dienstagmorgen ist auf der Meeuwerbaan zwischen Oudsbergen und Peer in der Provinz Limburg ein Wolf überfahren worden. Der tote Wolf, ein junges Weibchen, war schon recht ausgewachsen, doch offenbar noch nicht erfahren genug, um die Gefahren des Straßenverkehrs einschätzen zu können, so Mitarbeiter des Natur-Hilfszentrums.

Die Naturschützer hatten in dieser Gegend in letzter Zeit häufig beobachtet, wie Altwölfe mit ihren Jungtieren die Straße überquerten und deshalb stand eine Tierambulanz seit einigen Tagen schon bereit für den Notfall. „Wir hatten ein spezielles Fangnetz vorgesehen, falls ein angefahrener Wolf noch lebt“, so Yentl Nijs vom Natur-Hilfszentrum Opglabbeek in Limburg.

Wölfe sind sehr mobile Tiere und kommen dadurch deutlich häufig mit dem Straßenverkehr in Kontakt, so das Zentrum in einer ersten Reaktion via soziale Netzwerke. Schon im vergangenen Jahr waren zwei junge Wolfsweibchen in dieser Gegend überfahren worden, wobei beide ums Leben kamen.

Michael Broeckmans, Förster auf der Militärdomäne von Houthalen-Helchteren, beobachtet die Wölfe sehr oft. Er reagierte betroffen auf die Nachricht, dass wieder eines der Tiere überfahren wurde: „Als Förster sind das ein bisschen meine Kinder. Sie werden geboren und man verfolgt ihr Leben und wie sie groß werden. Man hat sie sehr gerne…“ Der tote Wolf wird jetzt vom flämischen Institut für Natur- und Waldforschung (INBO) abgeholt und untersucht. 

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