Brüsseler Krankenhäuser wollen streiken wegen Impfpflicht für Pflegepersonal

Die Gewerkschaften sind entrüstet, dass Mitarbeiter eines Sektors, der an vorderster Front im Kampf gegen das Coronavirus steht und in dem es an Arbeitskräften mangelt, entlassen werden sollen. 

Die sozialistischen Gewerkschaften Setca und CGSP haben gemeinsam eine Streikankündigung mit sofortiger Wirkung eingereicht, die für alle Beschäftigten in privaten und öffentlichen Krankenhäusern in Brüssel gilt. Mit der Streikaktion wollen die Beschäftigten gegen die Arbeitsbelastung, Budgetkürzungen, Personalmangel, "veraltete" Rahmenbedingungen, kürzere Pausen usw. protestieren.  

Die Streikankündigung wurde durch die von der Bundesregierung am Montag beschlossene Impfpflicht für das Pflegepersonal beschleunigt. Diese Pflicht soll am 1. Januar in Kraft treten, danach beginnt eine dreimonatige Übergangszeit. Während dieser Zeit werden Pflegekräfte, die nicht geimpft sind, vorübergehend arbeitslos. Wenn sie am 1. April immer noch keinen Impfschutz haben, werden sie entlassen und wird der Zugang zum Beruf entzogen. 

Diese Sanktionen haben die Gewerkschaften schwer verärgert: "Es ist unerhört, die einen zu entlassen und die Arbeitsbelastung der anderen zu erhöhen und zu schwächen", so die Kritik von Setca und CGSP. 

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