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Flämische Vorlesewoche von Königin Mathilde (mit Mundmaske) eröffnet

Königin Mathilde besuchte am Freitag die ostflämische Kleinstadt Deinze, um den Bewohnern des Pflegeheims St. Franziskus und den Schülern einer nahe gelegenen Schule die Geschichte des Riesen Druon Antigone vorzulesen. Aufgrund der Pandemie wurden die gemeinsamen Aktivitäten von Bewohnern und Kindern ausgesetzt. Anlässlich des Auftakts der Vorlesewoche wurde jedoch eine Ausnahme gemacht, sodass Jung und Alt wieder kurze Zeit zusammenkommen konnten.

Die belgische Königin las sechs Kindern und sechs Bewohnern die Geschichten von Riesen vor, die in dem Buch „De wolkeneters" (dt.: „Die Wolkenesser“) erzählt werden. So hörte die Gruppe die Geschichte von Druon Antigone, einer Figur aus der Antwerpener Folklore, die mit der Legende des römischen Soldaten Silvius Brabo in Verbindung steht.

Im Laufe der Jahre ist die Teilnahme der Königin an der Eröffnung der Vorlesewoche zu einer festen Tradition geworden. In diesem Jahr musste die Gemahlin von Belgiens Staatsoberhaupt König Philippe ihre Stimme, die durch das Tragen einer Maske etwas behindert wurde, etwas anheben, damit ihr vorgetragener Text auch von allen Zuhörern verstanden wurde. 

Die Bedeutung von vorgelesenen Geschichten

Ziel dieser vom Verein „Iedereen Leest“ (dt.: „Jeder liest“) ins Leben gerufenen Veranstaltung ist es, Kindern jeden Tag eine Viertelstunde lang Geschichten vorzulesen.

Rund 57% der Eltern lesen ihren Kindern im Alter von 2 bis 5 Jahren eine Geschichte vor, wie eine Umfrage des Vereins ergab. Jüngeren und älteren Kindern wird jedoch im Allgemeinen weniger oft vorgelesen.

"Kinder, denen mindestens 15 Minuten am Tag vorgelesen wird, schneiden nicht nur bei der Entwicklung von Sprache und Wortschatz besser ab", erklärt die Direktorin von „Iedereen Leest“, Sylvie Dhaene. "Sie erzielen auch bessere Ergebnisse in Mathematik".

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