Booster-Impfung für alle erwachsenen Brüsseler möglich: "Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin"

In Brüssel kann jeder, der älter als 18 Jahre ist, bereits einen Termin für die Corona-Auffrischungsimpfung vereinbaren. Das berichtet die Brüsseler Nachrichtenseite Bruzz. Obwohl die Region den Senioren über 65 und den Pflegedienstleistern Vorrang einräumt, nehmen nicht alle Angeschriebenen diese Möglichkeit sofort in Anspruch. Deshalb können sich schon alle anderen Einwohner von Brüssel zu einem Booster-Impftermin anmelden.

Die Tatsache, dass Erwachsene in Brüssel bereits einen Termin für die Auffrischungsimpfung vereinbaren können, hat alles mit effizienter Organisation zu tun. Die Impfzentren wissen aus Erfahrung, dass sonst nicht alle Zeitfenster ohne weiteres besetzt werden können. Inge Neven von der Brüsseler Gesundheitsaufsichtsbehörde erklärte gegenüber Radio 2, dem VRT-Regionalsender:

"Wir wissen aus Erfahrung, dass der Rücklauf auf die Einladungen zum Impftermin schwer einzuschätzen ist und in der Regel nicht sehr hoch ausfällt", sagt Neven. "Deshalb erlauben wir auch anderen Bürgern, die bereits 18 Jahre alt sind, einen Termin zu vereinbaren, damit sich die Terminkalender der Impfzentren gut füllen."

Letzter Impftermin muss lange genug zurückliegen

Die Einwohner von Brüssel müssen jedoch zunächst prüfen, wann sie ihre letzte Impfung erhalten haben. "Die Auffrischungsimpfung kann nicht zu jeder Zeit gegeben werden. Bei Johnson muss die letzte Impfung mindestens zwei Monate zurückliegen, bei AstraZeneca vier Monate und bei Pfizer und Moderna sechs Monate", verdeutlicht Inge Neven. 

"Wir empfehlen allen erwachsenen Brüsselern deshalb dringend, sobald möglich einen Termin zu vereinbaren. Auf diese Weise sind die Brüsseler Impfzentren gut ausgelastet und wir alle sind wieder gut geschützt“.

Eine Terminvereinbarung für eine dritte Dosis ist jedoch unerlässlich. Diese kann online über die Bruvax-Website erfolgen.  Es ist anzumerken, dass zur Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Brüssel beschlossen wurde, bei der Registrierung nicht automatisch zu überprüfen, ob eine Person die "Booster"-Dosis erhalten darf oder nicht. Es bestand die Gefahr, dass Arbeitgeber ihre Angestellten auf diese Weise überprüfen würden, um festzustellen, ob sie bereits geimpft wurden oder nicht.

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