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Bauernproteste in Flandern: Landwirte protestieren gegen die undeutliche Stickstoff-Regelung

An fünf Orten im belgischen Bundesland Flandern protestieren Landwirte mit langen Traktorenkolonnen gegen die Stickstoff-Regelung der Landesregierung. Die Bauern verlangen Klarheit zu diesem Thema, denn sie fühlen sich derzeit von der Landesregierung im Stich gelassen und glauben, dass ihre Zukunft aufs Spiel gesetzt wird.

Die verschiedenen Landwirtschafts-Verbände in Flandern protestieren an diesem Mittwoch mit bis zu 3.000 Traktoren gegen die Stickstoff-Politik der flämischen Landesregierung. In den 5 Städten Gent (Ostflandern), Hasselt (Limburg), Tienen (Flämisch-Brabant), Geel (Antwerpen) und Roeselare (Westflandern) über alle Provinzen verteilt behindern lange Traktorenkolonnen, die einfach nur umherfahren, den Verkehr und die Polizei ist mit massiven Kräften vor Ort.

Der Grund für die Proteste ist das Ausbleiben eines definitiven Stickstoffplans für Flandern. Seit Februar 2021 scheint auf dieser Ebene improvisiert zu werden. Ein Urteil, das im Februar gefällt wurde, lehnte den Ausbau einer Geflügelzucht in der Provinz Limburg ab und zwar mit der Begründung, dass danach zu viel Stickstoff freigesetzt werde.

Seit dem sind überhaupt keine entsprechenden Genehmigungen mehr in Flandern erteilt worden. Flandern will, dass die Landwirtschaft für deutlich weniger Stickstoff ausstößt, um den Impakt auf die Natur und auf den Klimawandel zu verringern. Doch die Landwirte und deren Verbände sind der Ansicht, dass ihre Existenz aufs Spiel gesetzt wird.

Die aktuelle Unsicherheit müsse verschwinden und es sollte eine deutliche Regelung zum Thema Stickstoff in der Landwirtschaft in Flandern getroffen werden - sprich eine allgemein gültige Stickstoff-Verordnung, so der Tenor der protestierenden Bauern. 

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