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Verkehrsbehinderungen in Brüssel: Diesmal protestierten die Taxifahrer

Seit den frühen Morgenstunden protestieren die Brüsseler Taxifahrer mit Blockaden von neuralgischen Verkehrspunkten, wie dem Meiserplatz in Schaarbeek, gegen die Zugeständnisse der Regionalregierung an die UBER-Fahrer. „Wir müssen uns an die Regeln halten, aber UBER nicht“, so ein wütender Taxifahrer.

Die Wut der Taxifahrer entzündet sich an der Übergangsregelung, die die Brüsseler Regionalregierung den 1.000 bis 2.000 UBER-Fahrern gewähren möchte. Mithilfe einer Notverordnung sollen die UBER-Fahrer ab dem 10. Dezember weiterarbeiten können, denn eigentlich ist deren Aktivität in der Hauptstadt durch ein Berufungsurteil gerichtlich untersagt worden (siehe nebenstehenden Beitrag).

Seit dem vergangenen Freitag darf in Brüssel keine Fahrt mehr über eine APP gebucht werden, da dies das hiesige Taxigesetz nicht vorsieht. Eine Regelung für UBER soll im neuen Brüsseler Taxiplan vorgesehen werden, doch der steht noch aus…

UBER ist im Brüsseler Taxi- und Limousinensektor sehr umstritten und die Tatsache, dass den Fahrern dieses App-Buchungssystems eine Gunst erwiesen wird, lässt die klassischen Taxifahrer aus der Haut fahren. Die Proteste, die seit dem frühen Donnerstagmorgen laufen, waren denn auch deutlich angekündigt worden.

Zeitweise war der gesamte Brüsseler Innenstadt-Ring blockiert sowie die Tunnel Reyers, Jubelpark, Leopold II. und Tervueren.

Gegen 16 Uhr beendeten die Taxifahrer ihre Protestaktionen, doch gebracht hat die Sache nichts oder nicht viel. Am Nachmittag gab die Brüsseler Regionalregierung grünes Licht für die Notverordnung zugunsten der UBER Fahrer.  

„Es wird am Donnerstag sehr schwierig sein, in Brüssel mit dem Auto zu fahren“, sagte Sam Bouchal vom Brüsseler Taxiverband FeBeT am frühen Donnerstagmorgen. Zuerst wurde der Meiserplatz in Schaarbeek blockiert (1. Foto unten), ein Kreisverkehr, an dem mehrere wichtige Zufahrtstraßen ins Brüsseler Zentrum zusammenlaufen und über den mehrere Tramlinien verlaufen.

Kurz danach war der Schumanplatz im Zentrum des Europa- und Regierungsviertels dran. Die protestierenden Brüsseler Taxifahrer hatten fast den ganzen Tag lang protestiert. 

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