In der Abtei der Klosterschwestern von Brecht gab es noch keinen einzigen Corona-Fall

Die Klosterschwestern des Trappisten-Ordens von Brecht in der Provinz Antwerpen haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie noch keinen einigen Fall von Covid-19 in ihren Mauern gehabt. Das ist ein sehr seltenes Phänomen, denn die meisten Nonnen sind recht betagt und diese Klostergemeinschaft lebt sehr eng zusammen. Doch die Maßnahmen hier sind streng und werden rigoros eingehalten.

Schwester Sabine sagte gegenüber dem VRT-Sender Radio 2/Antwerpen zur Tatsache, dass es hier noch keinen Corona-Fall gab: „Auf Holz klopfen, aber vorläufig haben wir keine einzige Ansteckung mitgemacht. Wir leben wirklich streng und strikt nach den Regeln.“ In der Trappisten-Abtei von Brecht leben etwa 30 Klosterschwester in Gemeinschaft zusammen: „Wir sind alle zweimal geimpft und die meisten der älteren Schwestern sind angesichts ihres hohen Alters auch schon dreimal.“

Und doch ist das Leben hier durch Corona anders als sonst, so Schwester Sabine: „Unsere Gästeräume sind noch immer geöffnet, auch wenn dies noch eingeschränkter als in der Gastronomie ist. Unsere weiblichen Gäste durften früher mit uns in den Chor kommen, um zu beten. Jetzt dürfen sie nur noch mit in die Kirche kommen, doch sie müssen Abstand zu uns halten.“

Wir sind alle zweimal geimpft und die meisten der älteren Schwestern sind angesichts ihres hohen Alters auch schon dreimal.“

Schwester Sabine, Trappisten-Orden Brecht

Der jährliche Weihnachtsmarkt im Kloster kann auch dieses Jahr nicht stattfinden: „Nach dem letzten Konzertierungsausschuss haben alles für das Wochenende abgesagt. Doch wir bleiben nicht untätig. Unser Abtei-Laden ist jeden Tag im Dezember geöffnet. Wir breiten unser Sortiment mit Weihnachtskrippen, den dazu gehörenden Figuren und mit Weihnachtskarten aus.“

Doch Schwester Sabine erinnert auch an das Kerngeschäft des Klosters, nämlich Seife und Shampoos, die auf Basis des dunklen Trappistenbieres von Westmalle hergestellt werden: „Das ist eine schöne Zusammenarbeit mit unseren Brüdern (aus der Westmalle-Abtei (Red.)), die das Bier brauen. Die Produkte sind sehr begehrt. In unserem Webshop gehen Bestellungen aus der ganzen Welt ein. Wir haben übrigens einen Teil unserer Produktion angesichts des großen Erfolgs aus den Händen geben müssen…“ 

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