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Rund 100 belgische Feuerwehrleute protestieren in Brüssel für ein besseres Berufsstatut

Im Zentrum von Brüssel haben am Samstagvormittag rund 100 belgische Feuerwehrleute für ein besseres Berufsstatut und für bessere Arbeitsumstände demonstriert. Dabei wurde zeitweise die Kreuzung Kunst-Wet am Kleinen Ring blockiert, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Einige Feuerwehrleute demonstrierten dabei auch gegen eine Impfpflicht für das Pflegepersonal.

Die etwa 100 Feuerwehrleute protestierten mit viel Krach, Böllern und Feuerwerkskörpern und blockierten einmal mehr den Verkehr in Brüssel, wo in der vergangenen Woche quasi täglich Demonstrationen für Probleme sorgten.

Grund für die Aktion ist eine Demonstration für ein besseres Statut der Feuerwehrleute, ein besseres Rentensystem für diesen Bereich und für die Beibehaltung der 12- und 24-Stunden-Dienste. Zudem protestierten einige der Feuerwehrleute auch gegen die Corona-Impfpflicht, insbesondere für das Pflege- und Gesundheitspersonal.

Erik Vandenberg, Vertreter der Wehren bei der Gewerkschaft VSOA, sagte dazu: „Unser Statut sieht in einigen Fällen vor, dass jemand fristlos und sofort entlassen werden kann, was in anderen öffentlichen Ämtern nicht der Fall ist. Daneben gibt es auch keine wirkliche Regelung zum Laufbahnende. (…) Es sieht so aus, dass ältere Feuerwehrleute bis zum letzten Tag die gleichen Aufgaben erfüllen müssen, wie ihre jungen Kollegen.“

Zudem, so die Gewerkschaften, kämpft auch die Feuerweht in ganz Belgien mit Personalmangel und hohem Arbeitsdruck. In diesem Hinblick sei nicht zu unterschätzen, so VSOA-Sprecher Vandenberg, dass die Zahl der Krankenwagen-Einsätze in nur wenigen Jahren um 20 % angestiegen sei. 

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