Brüssel: Demonstration gegen die Coronapolitik und "für die Freiheit" - Polizei muss eingreifen

Gegen 13 Uhr startete am Brüsseler Nordbahnhof ein weiterer Demonstrationszug gegen die Coronapolitik und „für die Freiheit“. Am frühen Nachmittag war noch unklar, wie viele Menschen sich dieser Demonstration angeschlossen haben, doch die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 8.000. Zu der Aktion aufgerufen hatten zwei eher frankophone Organisationen via Facebook. Vornean liefen Feuerwehrleute mit, die bereits in der vergangenen Woche bei einer Aktion zu ihrem Berufsstatut auch gegen die Impfpflicht für Pflegekräfte protestierten. Nach Ablauf der Veranstaltung kam es doch wieder zu Randale und die Polizei setzte Wasserwerfer ein. 

Die Veranstalter waren andere Organisationen als die, die eine ähnliche Demonstration gegen die Coronapolitik, die vor zwei Wochen völlig aus dem Ruder gelaufen und in Gewaltexzesse ausgeartet war, auf die Beine gestellt hatten. Dieses Mal sind auch mehr frankophone Teilnehmer unterwegs. Seinerzeit konnten 30 bis 35.000 Personen mobilisiert werden. 

"Marche pour la Liberté Acte 2" ("Marsch für die Freiheit, Teil 2") en "Belgium United for Freedom" hatten über Facebook zur Teilnahme an dieser Demonstration aufgerufen. Offenbar sind viele Demonstranten mit dabei, die auch seinerzeit in Brüssel waren. Sie alle wollen nur eines, nämlich ein Ende der Coronapolitik und eine Rückkehr zu ihrer Freiheit. 

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)

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Das die Feuerwehrleute mit dabei sind (Video oben), hatte viele Beobachter überrascht. Sie seien dabei, so einige Kommentare, "um die Teilnehmer gegen die Polizei zu schützen…"Die Demonstranten sind aus verschiedenen Gründen mit dabei. Einige sind gegen alle Maßnahmen, andere nur gegen einzelne Punkte, wie z.B. die Maskenpflicht für Kinder ab 6 Jahren. Auch das Covid Safe Ticket ist hier umstritten, das man für bestimmte Dinge im täglichen Leben braucht. 

Auch diese Veranstaltung lief wieder aus den Ruder. Kurz nach dem Abschluss der Demonstration am Jubelpark mischten Krawallmacher die Demonstration auf und die Polizei musste mit Wasserwerfern vorgehen (Video unten). Die Krawallmacher griffen Absperrungen der Polizei am Schumanplatz an und bewarfen die Beamten mit Gegenständen, Böllern und Feuerwerkskörpern. 

Demonstranten am Funkhaus der öffentlich-rechtlichen Medien

Am Ende gab es einiges an Sachschaden, 20 Festnahmen und 6 Verletzte, die in ein Krankenhaus gebracht werden mussten: 4 Demonstranten und 2 Polizisten. Danach zogen etwa 70 Demonstranten vor das Funkhaus von RTBF und VRT am Reyers. Dort postierten sie sich vor dem Eingang unserer frankophonen Kollegen der RTBF und verlangten, in eine Sendung zu kommen. 

"Die Medien manupulieren die Bevölkerung und lügen ihr etwas vor", so der Vorwurf und man habe eigene "Experten", die ihre Version der Dinge ebenfalls weitergeben wollen. Unter diesen Demonstranten waren auch Beschäftigte aus dem Pflegesektor, die gegen die dort bald verordnete Impfpflicht protestierten, denn sie würden von ihrer Arbeit freigestellt, wenn sie sich nicht impfen lassen würden, so die Kritik. 

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foto VRT
Leider blieb es nicht so friedlich und freundlich weiter, wie dieser Demonstrant erscheinen ließ
foto VRT
Nicolas Maeterlinck
foto VRT
Nicolas Maeterlinck

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