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Alle Seeleute können in belgischen Häfen auf Wunsch  Booster-Impfung erhalten

Seit diesem Montag läuft in Belgien eine Kampagne zur Auffrischungsimpfung von Seeleuten gegen das Coronavirus. Der Minister für die Nordsee, Vincent Van Quickenborne (Foto, Mitte), hat zusammen mit dem Königlichen Verband der belgischen Reeder und der Generaldirektion des Bundesamtes Mobilität und Transport einen entsprechenden Plan ausgearbeitet. Im Rahmen dieses Plans können belgische und ausländische Seeleute, die in einem Hafen unseres Landes anlegen, eine Booster-Impfung erhalten. Dazu können sie sich in anerkannte medizinische Zentren in Antwerpen und Zeebrugge begeben.

Belgien begann mit der Impfung von Seeleuten Anfang Juni für belgische Seeleute und Ende Juli für ausländische Seeleute. So erhielten 1.113 belgische Seeleute den Impfstoff vorrangig und 8.658 ausländische Seeleute profitierten ebenfalls von der Impfung.

Die ersten Auffrischungsdosen wurden in Zeebrugge (Westflandern) verabreicht. Die Impfung für diese Zielgruppe wird in zwei medizinischen Zentren in Zeebrugge und Antwerpen durchgeführt. Die Booster-Impfungen sind hauptsächlich für diejenigen bestimmt, die bereits mit dem Johnson & Johnson-Impfstoff geimpft wurden.

Für die Impfung ausländischer Seeleute gehen ambulante Impfteams an Bord von Schiffen, die in belgischen Häfen vor Anker liegen.

Fast 2 Millionen Belgier wurden schon geboostert

Fast 2 Millionen Menschen in Belgien haben bereits eine zusätzliche Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten. Die Tageszeitung "De Morgen" berichtet, dass von denjenigen, die bereits eine solche Auffrischungsimpfung erhalten haben, 1.218.600 in Flandern leben. Die über 65-Jährigen und die Menschen mit geschwächtem Immunsystem hatten bereits die Möglichkeit, eine zusätzliche Dosis des Impfstoffs zu erhalten.

Seit letzter Woche ist die Verabreichung von Booster-Impfungen auf die gesamte erwachsene Bevölkerung ausgeweitet worden. Alle, die ihre letzte Dosis der Corona-Impfstoffe von Pfizer oder Moderna vor mindestens sechs Monaten erhalten haben, können einen Termin für eine zusätzliche Dosis vereinbaren. Bei denjenigen, die mit AstraZeneca geimpft wurden, beträgt der Zeitabstand 4 Monate. Personen, die den Einmalimpfstoff von Johnson & Johnson erhalten haben, müssen 2 Monate auf ihre Auffrischungsimpfung warten. Alle Auffrischungsimpfstoffe stammen entweder von Pfizer oder Moderna.   

Laut dem Zeitungsbericht gibt es aber große Unterschiede beim Prozentsatz der Bevölkerung, die dreifach geimpft wurde. Während in einigen Gemeinden nur etwa 10 % der Bevölkerung eine Booster-Impfung erhalten haben, sind es anderswo schon mehr als 30 %. Dies könnte natürlich darauf zurückzuführen sein, dass in einigen Gemeinden eine große Anzahl älterer Menschen leben, wie es unter anderem an der flämischen Küste der Fall ist.

Knokke-Heist, Koksijde (beide Westflandern) und Bonheiden (Provinz Antwerpen) weisen den höchsten Prozentsatz der Personen auf, die schon nachgeimpft wurden. In anderen Städten wie Brügge (Westflandern, 24,9 %) und Antwerpen (18,6 %) liegt der Prozentsatz der Personen, die eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, über dem regionalen Durchschnitt.

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