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Die Corona-Zahlen scheinen weiter zu sinken: "Die Epidemie stagniert"

Der steile Anstieg der Corona-Zahlen in unserem Land scheint vorerst vorbei zu sein. Der vorsichtig positive Trend, der bereits letzte Woche mit einem weniger steilen Anstieg der Infektionszahlen begann, wird durch die vorläufigen Wochenendzahlen von Sciensano, dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, bestätigt. 

  • In der Zeit vom 25. November bis zum 1. Dezember infizierten sich täglich durchschnittlich 17.758 Menschen mit Corona, was einem Anstieg von 2 Prozent auf Wochenbasis entspricht. Einen Tag zuvor lag der wöchentliche Anstieg bei 4 Prozent, zwei Tage zuvor bei 6 Prozent.
  • Eine vorsichtig positive Entwicklung scheint auch bei der Zahl der Krankenhauseinweisungen eingesetzt zu haben. Am Donnerstag wurden 325 Corona-Patienten eingeliefert, am Vortag waren es 350. Am Freitag wurden 298 und am Samstag 309 Corona-Patienten aufgenommen.
  • Der Wochendurchschnitt lag am Samstag bei 313, was in etwa der Zahl der Vorwoche entspricht. Es scheint also, dass sich die Begrenzung der Infektionsraten nun auch auf die Zahl der Krankenhauseinweisungen auswirkt.
  • Dies gilt auch für die Gesamtzahl der Covid-Patienten in unseren Krankenhäusern, die am Samstag auf 3.527 gesunken ist. Das ist weniger als in den Tagen zuvor, aber immer noch etwas mehr als eine Woche zuvor. Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation stieg nicht weiter an und lag am Freitag und Samstag bei knapp über 800

Hoffnungsvolles Signal

Der Virologe Marc Van Ranst meint, die Epidemie stagniere. "Wir haben ein Plateau erreicht, zugegebenermaßen ein ziemlich hohes. Jetzt müssen wir abwarten, ob und wie schnell die Zahlen zurückgehen. Diese Geschwindigkeit ist schwer vorherzusagen. Wir wissen, dass es oft schneller bergauf als bergab geht. Das kann also einige Zeit dauern. Es ist völlig undenkbar, die Kurve noch vor Weihnachten und Neujahr nach unten zu bekommen."

Der Virologe Steven Van Gucht spricht von "einem vorsichtig hoffnungsvollen Signal, dem Beginn eines möglichen Rückgangs". Wir werden in den nächsten Tagen sehen müssen, ob wir runtergehen oder auf diesem (hohen) Plateau bleiben. Es ist also unter Vorbehalt". Ab morgen wird Sciensano wieder vollständige Daten in einem neuen Bericht veröffentlichen.  

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