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Flandern gibt römischen Münzschatz an die französischen Behörden zurück

Vor zwei Jahren hatte ein Franzose die flämische Denkmalschutz- und Kulturerbe-Behörde kontaktiert und angegeben, dass er auf seinem Grundstück in Gingelom in der Provinz Limburg 14.000 römische Münzen aus dem dritten Jahrhundert gefunden und ausgegraben habe. Doch damit stimmte etwas nicht.

Im Prinzip ist es so, dass wenn jemand im belgischen Bundesland Flandern etwas ausgräbt, dann gehört ihm dies. Doch in Frankreich ist das nicht so. Wenn dort also Ausgrabungen von historischen Gegenständen getätigt werden, dann ist in erster Instanz der französische Staat der rechtmäßige Eigner.

Die flämische Behörde jedoch stellte sich Fragen und glaubte dem Franzosen nicht, wie Flanderns Landesminister für das Kulturerbe, Matthias Diependaele (N-VA) gegenüber VRT sagte: „Das war eigentlich so etwas, wie eine archäologische Geldwäscheaktion, doch glücklicherweise war die Kulturerbe-Behörde hier aufmerksam.“

Die Erdlage, in der der Franzose den Münzschatz in Gingelom gehoben haben will, konnte in dieser Form erst seit etwa dem Mittelalter existieren. Offenbar hatte der Mann diese 14.000 römischen Münzen irgendwo in Frankreich gefunden und wollte über Belgien das französische Ausgrabungsgesetz umgehen.

Minister Diependaele sagte, dass diese Münzen jetzt an den rechtmäßigen Eigner abgegeben werden und das ist der französische Staat: „Es ist unmöglich, dass diese 14.000 Münzen hier im Boden gelegen haben können. Wir müssen sie in der Tat an Frankreich zurückgeben. Ich glaube, dass das auch richtig so ist.“ 

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