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Proteste bei Asyl-Staatssekretär Mahdi - Mitarbeiter der Asylzentren sind sauer

Vor dem Kabinett des belgischen Staatssekretärs für Asyl und Migration, Sammy Mahdi (CD&V), in Brüssel haben am Donnerstagvormittag rund 150 Mitarbeiter der Asyl- und Einwanderungsbehörde Fedasil protestiert. Sie müssen seit Wochen Asylsucher abweisen, weil nicht ausreichend Auffangräume für sie zur Verfügung stehen. Doch die Proteste richteten sich auch gegen schlechte Bezahlung und schlechte Arbeitsumstände.

Seit Wochen müssen Mitarbeiter des Erstaufnahmezentrums für Asylsucher, Klein Kasteeltje in Brüssel (und nicht nur dort), Flüchtlinge und Antragsteller abweisen, weil sie keinen Platz mehr haben, diese aufzunehmen. In letzter Zeit sind darunter sogar unbegleitete Minderjährige, die die Nächte auf der Straße verbringen müssen (wir berichteten).

Die Mitarbeiter von Fedasil, das ist die belgische Asylbehörde, protestieren, weil ihrer Ansicht nach der politische Wille fehlt, die allseits bekannten Missstände anzugehen: Überfüllte Asylzentren, zu wenig Erstaufnahmeplätze, zu wenig Personal.

Die Beschäftigten bei Fedasil protestierten aber auch gegen die schlechten Arbeitsumstände und gegen die schlechte Bezahlung für ihre Arbeit. Zwar würden auf der Webseite von Fedasil zahlreiche freie Stellen angeboten, doch die Kandidaturen würden schon an der schlechten Besoldung scheitern, so eine Betroffene: „Wir können kaum noch geschultes Personal anwerben.“

Staatssekretär Mahdi bestätigte die Tatsache, dass es schwer sei, geeignetes Personal zu finden. Doch er legte gegenüber VRT NWS Nachdruck auf die Aussage, dass rund 5.400 zusätzliche Übergangsplätze zur Verfügung gestellt würden und dazu würde auch das entsprechende Personal gehören: „Wir hoffen, dass schnell auf die Stellenangebote reagiert wird. 

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