Belgiens Premierminister Alexander De Croo (vorne) und Flanderns MP Jan Jambon

Die nächste Corona-Konzertierung in Belgien findet am 22. Dezember statt

Der nächste Konzertierungsausschuss der Regierungen aus Bund, Ländern und Regionen zur Coronakrise in Belgien ist für den 22. Dezember vorgesehen. Dies vernahm unsere Redaktion am Donnerstag aus Regierungskreisen.

Die Einladungen an die verschiedenen Regierungen in Belgien seien verschickt worden, wie aus dem Kabinett von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) verlautete. Es galt schon seit der letzten Konzertierung am vergangenen Freitag als sicher, dass man sich noch vor Weihnachten zu einer neuen Bewertung der Lage an der Coronafront treffen würde.

Auf der Tagesordnung steht denn auch eine Neubewertung der Gesundheitssituation. Doch auch die neue Situation seit dem Auftauchen der neuen Omikron-Variante wird dabei besprochen und es steht die Frage im Raum, ob und wie eine sogenannte 2G-Regelung (geimpft und genesen) im öffentlichen Leben eingeführt werden soll.

Flanderns Landeschef Jan Jambon (N-VA) kündigte an, dass er dabei auch für eine Wiederöffnung der Kultur- und Veranstaltungsbranche plädieren werde. Jambon, der auch Landeskulturminister ist, sagte dies im Rahmen der Sitzung des Kulturausschusses des flämischen Landesparlaments. Der Kultursektor selber hatte belgienweit mit Unverständnis darauf reagiert, das gerade dieser Bereich einmal mehr von strengeren Coronamaßnahmen betroffen sei.

Die Ankündigung von MP Jambon, die Kultur wieder öffnen zu wollen, stößt bei vielen Beteiligten auf Kritik. Gerade er war es, der den Konzertierungsausschuss letzte Woche zusammenrufen ließ, da die Ansteckungszahlen in seinem Bundesland so hoch waren. Politiker, Experten und Virologen stellen sich die Frage, was Jambon mit seiner Vorgehensweise eigentlich bezwecken wolle. In der Bevölkerung nimmt die Kritik an der rasch wechselnden Coronapolitik in Bund und Ländern ohnehin weiter zu. Irgendwie wird eine klare Linie und damit Planungssicherheit in vielen Bereichen vermisst. 

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