Neun von 10 Arbeitnehmern in Belgien wollen nicht bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten gehen

Neun von 10 Beschäftigten in Belgien sehen sich nicht bis 67 Jahre arbeiten. Über die Hälfte der dazu befragten Arbeitnehmer hält dies schon aus gesundheitlichen Gründen für unmöglich und stellt selbst in Frage, überhaupt bis zu einem Alter von 65 Jahren durchzuarbeiten. Dies ist aus einer Umfrage des Personal- und Sozialsekretariats Securex ersichtlich.

2015 hatte die damalige belgische Bundesregierung beschlossen, das Rentenalter ab 2030 auf 67 Jahre anzuheben. Doch aus einer Befragung von Sexurex bei 1.512 hiesigen Arbeitnehmern kam heraus, dass nur eine kleine Minderheit der Beschäftigten dies für richtig hält.

Mehr als die Hälfte der Befragten sieht sich noch nicht einmal bis zum aktuell gesetzlichen Rentenalter von 65 Jahren zu arbeiten. Dies hat auch mentale und körperliche, also gesundheitliche Gründe.

Aus Zahlen der Landesbehörde für Kranken- und Invaliditätsversicherung (LIKIV) sei ersichtlich, dass die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen am häufigsten von langwierigen Abwesenheiten am Arbeitsplatz nach Depressionen oder einen Burn-out betroffen seien, sagte Frank Vander Sijpe von Sexurex dazu.

Neben gesundheitlichen Gründen sind die Bedenken gegenüber einer beruflichen Laufbahn bis 65 oder 67 Jahren in Belgien aber auch auf die Motivation der Arbeitnehmer bzw. am Arbeitsplatz zurückzuführen, so Vander Sijpe. 

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