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Wout van Aert gewinnt das Querfeldeinrennen in Essen nach einem beeindruckenden Solo

Wout van Aert (Jumbo-Visma, Foto) gewann am Samstag das Querfeldeinrennen in Essen, die sechste von acht Durchgängen der Ethias-Cross-Trophy. Bei seinem zweiten Auftritt in diesem Winter überquerte der belgische Meister die Ziellinie mit einem Vorsprung von fast zwei Minuten auf Thijs Aerts (Baloise Trek Lions).  Der Niederländer Pum Ronhaar (Baloise Trek Lions) wurde Dritter.

Nach seinem Sieg in Boom bei seinem Comeback letzte Woche, demonstrierte Wout van Aert erneut auf einer sehr schlammigen Strecke, was in ihm steckt.  Noch heute Abend fliegt er nach Norditalien, wo er am Sonntag das Weltcup-Rennen auf der schneebedeckten Strecke von Val di Sole bestreiten wird.

Der Belgier war der einzige belgische Kaderfahrer, der das Doppel Essen - Val di Sole schafft. Gianni Vermeersch (Alpecin-Fenix) musste das Rennen aufgeben. Da er sich am Knöchel verletzt hatte, konnte er auf einer Strecke, auf der die Fahrer oft laufen mussten, nicht mithalten. 

Ich liebe es zu laufen. Aber im Schlamm zu versinken, ist etwas anderes.
Wout van Aert

"Ich konnte mich nicht wirklich für das Rennen am Sonntag schonen", sagte Wout van Aert nach seinem Sieg. "Ich galt hier als großer Favorit, aber das bedeutet nicht, dass das Rennen deswegen leicht war. Beim Querfeldeinrennen muss immer viel gelaufen werden. Man musste von Anfang bis Ende hochkonzentriert sein. Ich habe meine Aufgabe erfüllt, aber es war nicht so einfach, wie es aussah".

Die Strecke in Essen, die an mehreren Stellen überflutet war, enthielt viele Laufabschnitten, und das spielte van Aert, der kürzlich einen Zehn-Meilen-Lauf absolviert hatte, ebenfalls in die Karten. "Ich liebe es zu laufen. Aber im Schlamm zu versinken, ist etwas anderes", fügte er hinzu.

"Jetzt fahre ich direkt zum Flughafen von Charleroi, um mein Flugzeug nach Italien zu nehmen. Ich hatte gehofft, dass ich mich für Val di Sole schonen könnte, aber das war nicht der Fall. Die Beine werden am Sonntag sicherlich schwer sein und ich werde es auf der verschneiten Strecke spüren, aber den heutigen Erfolg wird man mir nicht mehr nehmen können."

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