Elia

Markierung  von Stromleitungen reduziert Anzahl toter Vögel

Die Markierung von Hochspannungsleitungen verringert drastisch die Zahl der Vögel, die mit den Leitungen zusammenprallen und verenden. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten Ergebnissen einer Studie hervor, die die flämische Naturschutzorganisation Natuurpunt im Auftrag des Netzbetreibers Elia durchgeführt hat. 

Natuurpunt hat die toten Vögel unter einer Hochspannungsleitung in Noordschote (Westflandern) vor und nach dem Anbringen von Kugelmarkierungen gezählt. Nach der Markierung gab es 75 bis 95 Prozent weniger tote Vögel, stellte die Naturschutzorganisation fest. 

Durch die Markierungen erkennen Vögel die Leitungen schneller und können den Zusammenprall vermeiden. 2001 und 2018 führten Freiwillige von Natuurpunt 11 Zählungen unter der Hochspannungsleitung von Noordschote durch. Damals gab es noch keine Markierungen. Die Freiwilligen hatten damals 30 tote Vögel im Jahr 2001 und 113 im Jahr 2018 entdeckt. 

Die gleiche Übung fand nach der Markierung der Strecke im Jahr 2021 statt. Damals wurden sechs tote Vögel entdeckt. Auch die Anzahl der zum Zeitpunkt der Zählungen anwesenden Vögel wurde berücksichtigt. Ohne die Markierung wären zwischen 14 und 42 tote Vögel gefunden worden. Letztendlich wurden also sechs entdeckt, was einem Rückgang von 78 bis 93 Prozent entspricht, heißt es in der Pressemitteilung. 

Bei den Sperlingen war Rückgang von 75 bis 95 Prozent im Vergleich zur Zählperiode vor der Markierung zu verzeichnen. Angesichts der Ergebnisse will Elia bis 2030 rund 200 km Hochspannungsleitungen markieren, wie der Netzbetreiber bestätigte. Bisher wurden insgesamt 36 km markiert.

Meist gelesen auf VRT Nachrichten