©  Instagram Fred Sinistra

Lütticher Kickbox-Champion, der Corona leugnete: Fred " The Undertaker " Sinistra (41) ist gestorben

Der Lütticher Kickbox-Champion Fred Sinistra (41), mehrfacher belgischer Meister, Europa- und Weltmeister, ist verstorben. Ende November wurde er mit einer Corona-Infektion auf die Intensivstation eines Krankenhauses eingeliefert, konnte aber bald aus eigener Initiative nach Hause zurückkehren. Laut französischsprachigen Medien war Sinistra ein übereugte Leugner der Corona-Pandemie, die ihn schlussendlich das Leben kostete.

Fred "The Undertaker" Sinistra aus Lüttich ist in der Welt des Kampfsports als großer Champion bekannt. Er war mehrfacher belgischer, europäischer und Weltmeister im Kickboxen. Am Donnerstag, dem 16. Dezember, wurde sein Tod auf seinen sozialen Medien bekannt gegeben und das löste eine Schockwelle aus. Am vergangenen Freitag fand in Lüttich eine große Ehrung durch Vertreter der Boxwelt statt, am Dienstag wurde er beigesetzt.

Einzelheiten zu den genauen Umständen seines Todes sind nicht bekannt. Ende November wurde Sinistra jedoch mit COVID-19 auf die Intensivstation des Universitätskrankenhauses in Lüttich eingeliefert. "Aller Wahrscheinlichkeit nach", denn laut französischsprachigen Medien war Sinistra ein Leugner der Corona-Pandemie. Berichten zufolge wollte er den Begriff "COVID-19" nicht einmal in den Mund nehmen.

In den Nachrichten, die Sinistra nach seinem Krankenhausaufenthalt in den sozialen Medien veröffentlichte, wurde jedenfalls kein Wort über Corona verloren. "Ich muss leider ein Boxkampf in der französischen Stadt Nîmes am 4. Dezember absagen. Es widert mich an, aber ich lebe noch, dank meiner Frau und meines Trainers. Meine Lunge ist von vielen Krankheiten befallen. Die Entzündungswerte liegen bei 165, während sie zwischen 0 und 5 liegen sollten", schrieb er geheimnisvoll.

Zwangsweise Einlieferung ins Krankenhaus

Trainer Osman Yigin erklärte gegenüber französischsprachigen Medien, er habe Sinistra gezwungen, sich ins Krankenhaus zu begeben. "Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht mehr trainiere, wenn er nicht ins Krankenhaus geht", klang es nach Sinistras Tod.

Sinistra folgte dem Befehl seines Trainers, blieb aber nicht lange im Krankenhaus. Er wollte nach einigen Tagen nach Hause zurückkehren und ließ sich auf eigene Initiative aus dem Krankenhaus entlassen. Zu Hause, so berichten französischsprachige Medien, hätte er sich mit einer Sauerstoffflasche beholfen. Seine letzte Nachricht war vom 13. Dezember. "An alle, die mich jahrelang unterstützt haben, vor allem bei dieser letzten Tortur, bei der ich wirklich den Tod gesehen habe, danke ich euch von ganzem Herzen", lautet der Schluss seiner langen Botschaft. Sinistra starb am 15. Dezember.

"Mein Mann ist nicht an COVID-19 gestorben"

Vor zwei Tagen schrieb Sinistras Frau eine lange und ergreifende Nachricht in den sozialen Medien, in der sie der Behauptung, ihr Mann sei an COVID-19 gestorben, entschieden widersprach. "Er hätte niemals akzeptiert, dass das, was ihm passiert ist, dazu benutzt wird, Angst zu verbreiten und für Impfungen zu werben.“ (...) "Ich mache es zu einer Ehrensache und werde bis zum Ende kämpfen, um die ganze Wahrheit aufzudecken und seinen Namen von all diesen Verleumdungen, sowohl über seine Familie als auch über seinen Tod, reinzuwaschen." Nächstes Jahr, so die Ehefrau, soll ein Film über Sinistras Leben in die Kinos kommen.

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