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Ein Metallsucher findet eine Kriegs-Granate am Strand von Blankenberge

Der Metallsucher Mike De Baere hat am Strand von Blankenberge einen Sprengkörper gefunden, der vermutlich eine Granate aus dem Ersten Weltkrieg ist. Um auf diese Granate zu stoßen, brauchte er noch nicht einmal seinen Metalldetektor. Er fand sie einfach so am Rande der Hochwasserlinie im Sand. 

De Baere hatte diesen Sprengkörper schon am Heiligen Abend entdeckt, doch aufgrund der Feiertage konnte der Kampfmittelräumdienst der belgischen Armee (DOVO) diesen noch nicht entschärfen und abholen. Aus diesem Grunde sperrte die Lokalpolizei von Blankenberge den Strandabschnitt ab und wartet darauf, dass sich DOVO darum kümmern kann.

Der Sprengkörper ist nicht wirklich groß und misst gerademal 30 bis 40 cm und er hat eine Spitze aus Kupfer, doch auch solch kleine Granaten können gefährlich sein, so Mike De Baere gegenüber dem VRT-Sender Radio 2, denn er ist vom Fach: „Manchmal sind die kleinsten Projektile die fiesesten, denn sie rosten schneller und können einfacher losgehen.“

"Lieber die Finger davon lassen…"

Auf jeden Fall sollte man die Finger davon lassen, wenn man ein solches Objekt findet: „Ich habe in meiner Zeit als Metallsucher bisher nur 3 Sprengkörper gefunden. Aktive Munition bleibt doch etwas, dass man lieber nicht findet.“ De Baere benachrichtigte die Polizei von Blankenberge und diese informierte den Kampfmittelräumdienst, der sich in diesen Tagen um die Granate kümmern wird.

Es ist hinlänglich bekannt, dass noch viele Minen, Bomben und Granaten aus den beiden Weltkriegen des vergangenen Jahrhunderts in der Nordsee befinden, auch vor der belgischen Küste. Die Agentur für maritime Dienstleistung in Ostende versucht so gut wie möglich, diese zu finden und zu bergen. Doch durch die Gezeiten Flut und Ebbe und nach Stürmen kann solche Munition auch immer wieder an die Strände gespült werden. 

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