1 Jahr Tempo-30-Zone Brüssel: Eine Erfolgsstory? Halbierung der Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr

Am 1. Januar 2021 wurde die gesamte Region Brüssel-Hauptstadt zu einer einzigen Tempo-30-Zone. Aus einer Studie der regionalen Verkehrsagentur „Brüssel Mobilität“ ist ersichtlich, dass diese Idee zur Verkehrsberuhigung, zu weniger Unfällen und zu weniger Lärmbelästigung beigetragen hat. Brüssels regionale Verkehrsministerin Elke Van den Brandt (Groen) ist mit der Bianz nach einem Jahr zufrieden. 

Tempo 30 überall in Brüssel hat im ersten Jahr nach der Einführung nicht dazu geführt, dass die Fahrt- und Reisezeiten länger geworden sind. Gleichzeitig nahm aber die Zahl der Verkehrsunfälle ab und die Lärmbelästigung durch den Straßenverkehr ist merklich nach unten gegangen. Das sind die groben Schlüsse aus dem Bericht „Brüssel 30“ der regionalen Verkehrsagentur „Brüssel Mobilität“, die jetzt vorgelegt wurde.

Brüssels regionale Verkehrsministerin Elke Van den Brandt (Groen) zeigt sich mit diesen ersten Resultaten zufrieden: „Jetzt, wo die 30er-Zone seit einem Jahr läuft, können wir mit Sicherheit Schlussfolgerungen ziehen. Die Geschwindigkeit nimmt auf allen Straßen ab und auch die Lärmbelästigung geht zurück. Verkehrsunfälle kommen weniger oft vor und sind bedeutend weniger schwer. Mit einer Halbierung der Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr sind wir auf dem richtigen Weg.“

Wir machen weiter mit der Anpassung der Infrastruktur und investieren weiter in Geschwindigkeitskontrollen. Unser Ziel bleibt, im Brüsseler Straßenverkehr keine Toten oder Schwerverletzte mehr zu haben.“

Brüssels Verkehrsministerin Elke Van den Brandt

Aus dem Bericht „Brüssel 30“ ist auch ersichtlich, dass die Geschwindigkeits-Beschränkung immer besser eingehalten wird. Noch im Jahr 2020 fuhren 10,4 % aller Autos in den Straßen, in denen schon damals Tempo 30 galt, zu schnell. Im Laufe des vergangenen Jahres ist die Zahl der Raser auf 8 % gesunken. Das ist auch in dem Sinne eine deutliche Verbesserung, als das inzwischen in ganz Brüssel Tempo 30 gilt - auch auf Hauptstraßen, in denen bis vor einem Jahr noch 50 km/h zugelassen waren.

„Aber, die Arbeit ist noch nicht zu Ende“, so Verkehrsministerin Van den Brandt: „Wir machen weiter mit der Anpassung der Infrastruktur und investieren weiter in Geschwindigkeitskontrollen. Unser Ziel bleibt, im Brüsseler Straßenverkehr keine Toten oder Schwerverletzte mehr zu haben.“ Bis Anfang Februar sollen weitere 28 feste Blitzanlagen die bisherigen 90 Radarfallen in der Brüsseler Hauptstadt-Region ergänzen. 

Greet Van Opstal

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