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Gasexplosion in Turnhout: Ursache gefunden? Ehrenamtliche Hilfe läuft auf Hochtouren

Die Gasexplosion in Turnhout in der Provinz Antwerpen, die am Sylvestertag 4 Menschen das Leben gekostet hat, ist vermutlich auf eine schlecht ausgeführte Installation eines Gasherdes zurückzuführen. Dies ist zumindest die erste Schlussfolgerung aus den laufenden Ermittlungen. Inzwischen läuft die ehrenamtliche Hilfe für die zahlreichen Familien, die Wohnung, Hab und gut verloren haben, auf Hochtouren.

Die möglicherweise die Explosion verursachende Installation eines Gasherdes wurde von einer externen Firma durchgeführt und nicht von der sozialen Wohnungsbaugesellschaft von Turnhout, der die betroffenen Häuser gehört. Die Ermittlungen gegen das möglicherweise an der Ursache liegende Unternehmen laufen noch, wie die Staatsanwaltschaft von Antwerpen gegenüber VRT NWS mitteilte.

In der Folge dieser Ermittlungen haben Polizei und Feuerwehr noch in der Nacht von Montag auf Dienstag die Gasinstallationen von 11 weiteren Adressen, an denen die fragliche Firma tätig war, untersuchen lassen, wie Kristof Aerts, der Sprecher der Antwerpener Staatsanwaltschaft gegenüber VRT NWS angab: „Diese Stellen sind über das ganze Land verteilt, doch wir sind mit Polizei und Feuerwehr vor Ort gewesen.“ 

Große Hilfe für die Geschädigten

Inzwischen läuft die ehrenamtliche Hilfe für die Opfer der Explosion auf vollen Touren. Dutzende Familien haben alles verloren: Wohnung, Hab und Gut. Jetzt koordinieren mehrere soziale Organisationen und freiwillige Helfer unter dem Namen „Turnhout hilft“, die Spenden bzw. die ehrenamtliche Hilfe.

Zum einen wurde ein Spendenkonto eingerichtet und zum anderen eine Anlaufstelle für die materiellen Spenden. Potentielle Spender können sich melden, um anzugeben, was sie abgeben wollen. Dann sucht „Turnhout hilft“ nach denen, die gerade solche Dinge brauchen. Diese können die Sachen dann im Verteilerzentrum der spontanen Nothilfe abholen, wo sie auch mögliche Kleidungsstücke anprobieren können.

Inzwischen haben einige der Familien, vor allem solche mit Kindern, eine neue Sozialwohnung bekommen, doch sie brauchen jetzt eine Einrichtung, Kleidung und nicht zuletzt auch Spielsachen. Solche Sachen finden ebenfalls den Weg zu „Turnhout hilft“. Einmal mehr zeigt sich in unserem Land eine enorme Solidarität mit Menschen, die ein Drama erleben mussten. 

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