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Belgien: 2021 viel mehr Strom in AKW und aus nachhaltigen Quellen produziert als in den Jahren davor  

Die belgischen Atomkraftwerke haben im vergangenen Jahr wesentlich mehr Elektrizität produziert, als in den Jahren davor. Aus dem Jahresbericht von Elia, Belgiens Betreiber des Hochspannungsnetzes, ist aber auch ersichtlich, dass 2021 wieder viel mehr Strom über Solar- und Windenergie produziert wurde, auch wenn der Gesamtanteil an nachhaltiger Energie etwas rückläufiger ist.

Die belgischen Kernreaktoren in den beiden AKW Doel bei Antwerpen und Tihange bei Lüttich haben 2021 die höchste Anzahl Megawattstunden Strom seit 8 Jahren produziert. Insgesamt speisten die Kernkraftwerke letztes Jahr 52,4 % des gesamten Strombedarfs ins Hochspannungsnetz von Elia. Das ist viel mehr als in den Vorjahren.

Aber, aus Belgien wurde auch viel Atomstrom nach Deutschland, nach Frankreich und nach Großbritannien ausgeführt. Der Export von Atomstrom war letztes Jahr um 60 % höher als 2020.

Rückläufig war die Produktion von Elektrizität in den Gaskraftwerken, was wohl auch an der extremen Teuerungsrate beim Erdgas auf den Weltmärkten lag.

Laut Elia wurde im letzten Jahr aber auch eine Rekordmenge an Strom aus den nachhaltigen Quellen Sonne und Wind produziert: ein Plus von 2 % gegenüber 2020 - 15,2 Terrawattstunden (THw), aber der Anteil daraus war insgesamt gesehen etwas niedriger.

2021 wurde 17 % des gesamten Strombedarfs aus Solar- und Windkraftanlagen gewonnen, wie aus dem Elia-Jahresbericht ersichtlich ist. Am 21. Mai 2021 wurden 6,4 Gigawatt (GW) Strom aus Solar- und Windkraftanlagen (sowohl an Land, als auch offshore) produziert, ein absoluter Tagesrekordwert in Belgien. 

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