Laden Video-Player ...

In den meisten Impfzentren in Flandern beginnt jetzt die Impfung von Kindern

Ab diesem Samstag (8. Januar) starten die meisten flämischen Impfzentren mit der Impfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren gegen das Coronavirus Covid-19. Eines dieser Impfzentren wurde im Antwerpener Zoo eingerichtet (Video). Drei von vier Kindern in dieser Altersgruppe haben bereits ihre Einladung zu einem Impftermin erhalten. Eltern können diese Impfung aber ablehnen.

Wichtig dabei ist, dass die Eltern immer die Zustimmung zur Coronaimpfung ihrer Kinder geben, so Dirk De Wolf von der flämischen Landesagentur für Pflege und Gesundheit. Eltern können aber auch eine Impfung für ihr(e) Kind(er) explizit online ablehnen.

Sind die Eltern geschieden und haben keinen Kontakt mehr untereinander, dann kann ein Elternteil die Impfung verweigern, in dem er dies dem Impfzentrum mitteilt. Dann erhält das Kind auch keine Impfung, wenn der andere Elternteil zum Impfzentrum kommt.

Eltern, die nichts gegen die Impfung ihrer Kinder haben, können aber auch erreichen, dass ihre Kinder gemeinsam an einem Termin geimpft werden, so De Wolf: „Logistisch ist das höchstwahrscheinlich kein Problem, weil wir hier einen niedrigeren Impfgrad vorgesehen haben.“ Man habe sich dabei an der Impfbereitschaft von Erwachsenen orientiert, hieß es dazu bei der Landesgesundheitsagentur.

Bei Kindern wird eine Dosis von 10 Mikrogramm des Vakzins verimpft (bei Erwachsenen 30 Mikrogramm). Kinder ab 5 Jahren werden in Belgien zwei Impfungen in den Oberarm erhalten mit einem Abstand von 3 Wochen.

Nach einer Studie von Pfizer erwies sich, dass Kinder 7 Tage nach der zweiten Dosis zu 90,7 % geschützt sind und aus klinischen Tests ist ersichtlich, dass sich Nebenwirkungen bei Kindern nach der Impfung in Grenzen halten.

Erste Tests für die Impfung von Kindern liefen bereits seit Ende Dezember 2021 in einigen Impfzentren in Flandern, die dazu kindgerecht gestaltet wurden. In Brüssel ist die Impfung für die 5- bis 11-Jährigen bereits Mitte Dezember gestartet und in der Wallonie werden die ersten Kinder aus dieser Altersgruppe ab dem kommenden Montag, 10. Januar, gegen Corona geimpft. 

Kinder mit Vorerkrankungen erhalten Vorrang

Zuerst sind die Kinder an der Reihe, die an Vorerkrankungen leiden, so Dirk Ramaekers, der Leiter der belgischen Impf-Task-Force: „Glücklicherweise handelt es sich hierbei um eine geringe Zahl, doch wie auch immer bekommen diese Kinder Vorrang eingeräumt.“

Bei diesen Kindern handelt es sich z.B. um kleine Dialysepatienten, um Kinder, die auf ein Transplantationsorgan warten oder um Kinder mit seltenen Krankheiten. Bei den Kindern in der Altersgruppe der 15- bis 15-Jährigen ist man genauso vorgegangen, so Ramaekers: „Die Kinderärzte und die Referenzzentren, die solche Kinder begleiten, sind hier gefragt. Entsprechende Gespräche laufen bereits. Ich glaube, das kann schnell laufen.“ 

Laden Video-Player ...
Radio 2

Meist gelesen auf VRT Nachrichten