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Große Polizeiaktion gegen Diebesbanden und Menschenschmuggel in West- und Ostflandern

In West- und Ostflandern führt die Polizei am heutigen Samstagabend eine groß angelegte Kontrollaktion durch. Der Schwerpunkt der Kontrollen liegt vor allem auf Diebesbanden, Drogenhandel und Menschenschmuggel. Siebenundzwanzig Polizeibezirke, der Zoll, die flämische Steuer- und Zollverwaltung, die Ausländerbehörde und Polizeianwärter sind an der Aktion beteiligt. Die französische und die niederländische Polizei sind ebenfalls beteiligt.

Ziel dieser breit aufgestellten Aktion ist es, Hunderte von Fahrzeugen zu kontrollieren. Dies geschieht an Autobahnauf- und -abfahrten, die von Kriminellen häufig als Fluchtwege genutzt werden, und dies mit mobilen Streifen, ANPR-Kameras, einem Hubschrauber und einer Drohne. Auch Hundeteams werden eingesetzt, um in Fahrzeugen nach Drogen und Bargeld zu suchen.

Insgesamt sind 570 Polizeibeamte an rund dreißig Orten im Einsatz. Neben den festen Kontrollpunkten gibt es auch mobile Polizeistreifen. Die Operation findet sowohl in Ost- als auch in Westflandern statt, aber mit 420 Polizisten liegt der Schwerpunkt auf der flämischen Küstenprovinz.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Verfolgung umherziehender krimineller Banden sowie auf dem Drogenhandel und dem Menschenschmuggel. Auch anderen Straftaten wird Aufmerksamkeit geschenkt.

Außerdem wird die Polizei von mehr als 100 Auszubildenden der westflämischen Polizeiakademie und der nationalen Polizeiakademie unterstützt. "Sie sind heute dabei, um ihnen beizubringen, wie eine solche Aktion in der Praxis aussieht."

Warum gerade jetzt?

Die Aktion findet nicht zufällig jetzt in der dunklen Winterzeit statt. "Die Tage sind kürzer und wir wissen, dass zu dieser Zeit mehr Einbrüche stattfinden. Deshalb ist es gut, dass wir das heute tun können. Sie hat auch eine starke abschreckende Wirkung", so Belgiens Bundesinnenministerin Verlinden (CD&V, flämische Christdemokraten).

Auch die Bekämpfung des Menschenschmuggels ist wichtig. "Wir sehen immer mehr Transmigranten, die in das Vereinigte Königreich einreisen. Dies geschieht hauptsächlich von Nordfrankreich aus, aber wir sehen, dass die Schmuggler ihre Aktivitäten nach Belgien verlagern. Wir sind daher aktiv auf der Suche nach Wassersportausrüstung wie Schwimmwesten und Schlauchbooten", erklärt Justizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD, flämische Liberale).

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