Belgien hat siebzig weitere Personen über die pakistanische Route aus Afghanistan evakuiert

In den letzten Tagen hat Belgien weitere 70 Menschen aus Afghanistan herausgeholt. Sie wurden im benachbarten Pakistan untergebracht und werden von dort aus in unser Land gebracht. Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan blieben Hunderte von Menschen mit Verbindungen zu Belgien in dem Land zurück. 

Im August letzten Jahres waren bereits mehr als 1.400 Menschen mit der Luftbrücke der Operation "Red Kite" aus Kabul evakuiert worden. Aber Hunderte von Afghanen und Belgiern, die mit unserem Land zusammengearbeitet hatten, blieben zurück. Sie hatten es nicht mehr rechtzeitig zum Flugzeug geschafft, als die Evakuierungsaktion mit Militärflugzeugen Ende August 2021 eingestellt wurde. Unter größter Geheimhaltung hat das Außenministerium in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium und dem Ministerium für Asyl und Migration letzte Woche eine neue Repatriierungsaktion eingeleitet.

Es wurde vereinbart, dass das benachbarte Pakistan die Menschen an der Grenze einreisen lassen würde. Bis vor kurzem verweigerte Pakistan dies. So konnten weitere siebzig Personen in Sicherheit gebracht werden; sie werden nach Belgien weiterreisen. Es handelt sich um Menschen, die sowohl die belgische als auch die afghanische Staatsangehörigkeit besitzen. Drei der siebzig werden nach Luxemburg zurückgebracht.

In den vergangenen Monaten wurden bereits etwa 170 Personen mit kommerziellen Flügen nach Katar gebracht. 

Militärparade von Taliban-Kämpfern
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