Höchstens 250.000 €: Größte Bank Belgiens - BNP Paribas Fortis - deckelt Einlagen auf Sparkonten

Ab April können Kunden noch höchstens 250.000 EUR auf einem so genannten regulierten Sparkonto anlegen. Dies ist das klassische Sparkonto, das staatlich geregelt ist. Daher sind die Zinsen auf diesen Sparkonten bis zu einem Betrag von 980 EUR pro Person steuerfrei. Kunden erhalten auf einem solchen Konto den gesetzlichen Mindestzinssatz von 0,11 Prozent.

Wenn sich auf einem solchen regulierten Sparkonto ab dann mehr als 250.000 Euro befinden, wird dieser zusätzliche Betrag ab April auf ein nicht reguliertes Sparkonto mit einem Nullzins angelegt. Dies bedeutet, dass BNP Paribas Fortis keine Zinsen auf dieses Konto zahlen muss. Nach Angaben der Bank haben nur 0,8 Prozent der Kunden mehr als 250.000 Euro auf einem regulierten Sparkonto.

BNP Paribas Fortis bremst das gewöhnliche Sparkonto aus, bringt aber die Kunden mit hohen Sparguthaben nicht in Schwierigkeiten. Einige Banken sind bereits einen Schritt weiter gegangen, indem sie oberhalb dieser Obergrenze einen Negativzins berechnen. Die ING Bank zum Beispiel erhebt seit Juli 2021 einen Negativzins von 0,5 Prozent auf Sparguthaben über 250.000 Euro. Mit anderen Worten: Die Kunden zahlen drauf und zwar einen Strafzins.

Die Banken begründen dies mit den seit vielen Jahren niedrigen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Tatsache, dass sie überschüssigen Ersparnissen nicht in Kredite umwandeln können. Sie müssen diese überschüssigen Ersparnisse selbst bei der EZB parken, zu einem negativen Zinssatz von 0,5 %.

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